Vier Punkte liegen die "Veilchen" vor Verfolger Wolfsberg an der Tabellenspitze der Bundesliga-Qualifikationsgruppe, sieben Zähler vor Blau-Weiß Linz – bei noch drei ausständigen Runden. Heißt im Klartext: Sollte die Austria am Freitagabend das Auftaktspiel der 30. Bundesliga-Runde gegen Schlusslicht Lustenau für sich entscheiden, wären die Wiener fix im Play-off um das letzte Europa-Ticket der Bundesliga. Zunächst trifft der Gewinner der Qualifikationsgruppe auf den Zweiten. Der Sieger aus diesem Duell bekommt es dann in Hin- und Rückspiel mit dem Tabellen-Fünften des Meister-Play-offs zu tun.
Bei einem vollen "Veilchen"-Erfolg wäre auch die Abstiegsfrage in der Bundesliga entschieden. Die Lustenauer haben bei drei ausständigen Spielen acht Punkte Rückstand auf Altach. Gewinnt Lustenau nicht, ist der Gang in die 2. Liga besiegelt.
Vor der achtsündigen Busfahrt nach Lustenau zeigten sich die Wiener aber gewarnt. Coach Michael Wimmer forderte vollen Einsatz und eine deutliche Steigerung. "Es geht in diesem Spiel darum, Verantwortung zu übernehmen und ein anderes Gesicht zu zeigen. Das Ziel ist, dass wir die Qualigruppe gewinnen und das Play-off spielen. Dafür ist es wichtig, dass wir am Freitag drei Punkte holen", unterstrich der deutsche Coach. "Unser Anspruch muss sein, jedes Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Wir haben klar angesprochen, dass es nicht reicht, mit 80 bis 90 Prozent zu spielen. Wir brauchen von der ersten bis zur letzten Minute 100 Prozent. Es geht um Mentalität, Charakter, Leidenschaft und Gier", so Wimmer weiter.
Dass die Lustenauer gewinnen müssen, um die Mini-Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, macht den "Ländle"-Klub noch gefährlicher, wie der deutsche Coach analysierte. "Ich erwarte eine sehr aktive Lustenauer Mannschaft, die alles versuchen wird, dieses Spiel zu gewinnen. Wir müssen denselben Willen wie Lustenau aufbringen", betonte der 43-Jährige.
Dafür muss Wimmer seine Austria jedoch umbauen. Dominik Fitz und Johannes Handl fehlen gelb-gesperrt, auch Lucas Galvao, James Holland und Luca Pazourek fallen verletzt aus. Dafür sind Marvin Potzmann und Fisnik Asllani wieder fit.