0:2 im Wiener Derby

Rapid-Trainer: "Haben keinen Kampfgeist gezeigt"

Das 350. Wiener Derby endet mit einem klaren 2:0-Sieg der Austria. Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup legt den Finger in die Wunde.
Sport Heute
10.05.2026, 21:32
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Die Austria hat das 350. Wiener Derby auswärts bei Rapid mit 2:0 für sich entschieden und den Stadtrivalen damit im Kampf um die Europacup-Plätze überholt. Rapid droht als neuem Fünften das Playoff.

Nach einem umkämpften Spiel zeigten sich die Beteiligten mit teils deutlichen Worten.

Kritik von Hoff Thorup

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup zeigte sich nach der Begegnung selbstkritisch: "Es war sehr tough. Das erste Tor der Austria kam aus dem Nichts. Ich habe eigentlich keine echte Torchance beider Mannschaften in 90 Minuten gesehen. Unsere erste Halbzeit war okay, die zweite Hälfte war sehr enttäuschend. Da haben wir zu langsam gespielt, da waren wir nicht wirklich konkurrenzfähig. Wir haben da auch keinen Kampfgeist gezeigt. Aber wir müssen die negativen Gedanken jetzt aus den Köpfen bekommen und uns verbessern. Wir müssen die Leistungen konsistenter machen. Die bisherigen Spiele haben gezeigt, dass wir sehr gut spielen können, aber auch sehr enttäuschend sein können."

Austria-Trainer Stephan Helm: "Ich will Rapid meinen Respekt zollen. Es war ein total schwieriges und kompliziertes Spiel für uns. Wir haben mit einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung und einem günstigen Spielverlauf diesen Sieg durchgebracht. Wir konnten die positive Energie, die wir die ganze Woche verspürt haben, auf den Platz bringen, gegen eine sehr gute Mannschaft mit einem sehr guten Trainer. Fakt ist auch, dass wir in der Meistergruppe jetzt nicht unbedingt vom Glück geküsst gewesen sind, da muss man sich den Erfolg immer erarbeiten."

Helm war während des Spieles verkabelt, jubelte nach dem 1:0 von Sanel Saljic zu seinen Co-Trainern: "Endlich einmal was richtig entschieden." Auf Sky wurde der Coach darauf angesprochen, er erklärte: "Normalerweise habe ich ein recht glückliches Händchen mit Startaufstellungen und Einwechslungen. In der Meistergruppe ist es nicht immer so glücklich gelaufen. Der Sani hat unglaublich starke Spiele gemacht. Der Punkt ist, der hat dieses Potenzial, dem muss man dann in gewissen Phasen das Vertrauen schenken. Das hat er heute zurückgegeben."

Saljic trifft zum 0:1

Torschütze Saljic freute sich besonders über seinen Treffer im Derby: "Im Derby das erste Tor zu machen, ist wunderschön, ein sehr schöner Augenblick. Ich habe einfach den Ball ins Tor gemacht. Danach habe ich mich sehr gefreut, dass es endlich einmal geklappt hat, ich habe schon so lange darauf gewartet. Wir haben wenig anbrennen lassen, haben unser Spiel gespielt und im Endeffekt unsere Chancen genutzt und 2:0 gewonnen. Wir wollen jetzt einfach gegen den LASK gewinnen."

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.05.2026, 21:32
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