"Ein Derby spielt man nicht, man gewinnt es. Dafür lebe ich", sagt Austria-Abwehrboss Aleks Dragovic vor dem 349. Duell mit Rapid am Sonntag zu "Heute". "Auch wenn es viele nicht hören wollen: Es ist noch immer das größte Spiel in Österreich."
Mit viel Brisanz! Beide Wiener Klubs patzten zuletzt in der Meistergruppe. Rapid erhielt beim 0:2 gegen Sturm nach drei Siegen einen kräftigen Dämpfer. Die "Veilchen" kassierten in drei Spielen neun Gegentore, verloren 1:4 beim LASK und 2:5 gegen Sturm.
"Zu viele Gegentore", sagt Dragovic. "Es soll keine Ausrede sein, aber die Umstände muss man im Auge haben: Wir haben zwei Mal in Unterzahl gespielt."
Die Austria kann am Sonntag den Derby-Hattrick schaffen. "Wir wollen den dritten Sieg in Serie. Es wird aber schwierig. Sie spielen mit dem neuen Trainer einen anderen Fußball, wechseln die Formationen ständig, lösen viele Situationen spielerisch. Aber wir wissen Bescheid."
Rapid-Fans sind in Favoriten nach den Derby-Skandalen keine dabei. "Schöner wäre es mit Fans", sagt Dragovic.
Trainer Stephan Helm könnte noch vor dem Derby-Anpfiff seinen Vertrag um zwei Jahre mit einem leichten Gehaltsplus verlängern. "Bei all den Nebengeräuschen macht er einen Top-Job", stellt der Austria-Abwehrchef klar. "Er hat sich das verdient. Ich hätte ihm auch den Sprung ins Ausland zugetraut."