Genau diese Frage diskutieren "Heute"-Redakteur Erich Elsigan und Patrick Gstettner von "Laola 1" im "Heute"-Standpunkt.
"Legendäre Typen, große Emotionen" sind es für Elsigan, die das Gipfeltreffen der beiden Wiener Topteams ausmachen. "Die sportliche Situation ist oft zweitrangig. Für die Fans ist es wichtig, das Derby zu gewinnen – wichtiger als in einem anderen Spiel", meinte Elsigan. "Für die Fans des jeweiligen Vereins wird das Derby nie an Glanz verlieren", so Gstettner. Mit Rang drei für Rapid Wien und Platz fünf der Austria ist es aktuell zumindest von der Tabellenposition her allerdings kein Gipfeltreffen.
Allerdings: Wie viel Brisanz steckt noch im Wiener Derby? "Es fehlen schon ein bisschen die Derby-Gesichter. Ich weiß nicht, ob vielen Legionären, die ein, zwei Jahre beim Verein sind, bewusst ist, was es bedeutet, ein Derby zu bestreiten. Vielen wird egal sein, ob sie gegen Austria, Sturm oder den LASK spielen", meinte Elsigan dann, vermisste die Typen bei beiden Vereinen.
Zuletzt gab es die Schlagzeilen rund um das Derby außerhalb des Platzes: Fan-Ausschreitungen, Pyro-Würfe oder der grün-weiße Verzicht auf Auswärtsfans. "Für mich verliert das Wiener Derby an Glanz, wenn die Geschichten außerhalb geschrieben werden. Das schmerzt schon, die beschädigen den Status des Derbys", so Gstettner. Elsigan stimmte zu: "Das ist ein ganz schlechtes Zeichen. Es sollte das zählen, was auf dem Platz passiert."