Heute-"Standpunkt"

Vier Neue im ÖFB? "Fairness im Fußball ist gefährlich"

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick holte vier Debütanten in seinen Kader für die März-Länderspiele. Doch ist das kurz vor der WM eine Gefahr fürs Teamgefüge?
Sport Heute
19.03.2026, 16:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Paul Wanner und Carney Chukwuemeka stehen – wie erwartet – nach ihrem Verbandswechsel in Rangnicks 28 Mann starken ÖFB-Teamkader für die Test-Länderspiele gegen Ghana (27. März) und Südkorea (31. März) in Wien, sowie für das Kurz-Trainingslager im sonnigen Marbella. Ebenso neu sind auch Spanien-Legionär David Affengruber und Florian Wiegele, Tormann von Viktoria Pilsen, das kam eher überraschend.

Doch sind so viele personelle Änderungen gerade einmal drei Monate vor dem Start der Weltmeisterschaft in den USA ein Problem? Darüber diskutierten "Heute"-Redakteur Maximilian Rosmanith und Patrick Gstettner von "Laola1" im "Standpunkt".

"Ich war dann doch überrascht, dass es vier waren", meinte Rosmanith mit Blick auf die Neuen im ÖFB-Kader. "Das Team ist gespickt von Teamplayern, David Alaba spricht von einer Familie. Ich glaube nicht, dass es da ein Problem gibt", so Rosmanith weiter. Einzige Baustelle: Chukwuemeka spricht nicht Deutsch, das hatte aber auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick bei dessen Nominierung angesprochen, alle Spieler würden ohnehin Englisch sprechen, Teamchef Rangnick sei ohnehin "der Vater dieser Mannschaft, wenn man von einer Familie spricht, ist er das Familienoberhaupt". "Es ist nicht schwierig, ins Nationalteam reinzukommen, keiner begrüßt sie da mit verschränkten Armen", ergänzte Gstettner.

Ein Problem könnte sein, dass Stammkräfte aus der erfolgreichen WM-Qualifikation ihren Platz verlieren könnten, Wanner und Chukwuemeka Stammplatz-Ambitionen haben. "Die Frage nach Fairness im Profifußball zu stellen, ist immer gefährlich. Wenn sie die Besten sind, sollen sie spielen", meinte Rosmanith. "Hickersberger hat gesagt, es sollen die Richtigen spielen, nicht die Besten. Ich bin der Meinung, die Besten sollen spielen, nicht die Richtigen", meinte Rosmanith und erinnerte an den legendären Sager von Ex-ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger vor der Heim-WM 2008.

Gehört Sasa Kalajdzic ins ÖFB-Nationalteam?

Gstettner ergänzte: "Im Fußball steht das Leistungsprinzip ganz oben. Es ist dann das Pech, dass die WM nicht eine Woche nach der Quali losgeht. Wenn du dir den Platz im WM-Aufgebot verdienst, dann soll es so sein."

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.03.2026, 16:00
Jetzt E-Paper lesen