Fussball

25 Millionen € und königlicher Präsident für Austria?

Das Thema Insignia geht bei der Austria in die nächste Runde. Der "Strategische Partner" soll nun doch ein Investoren-Angebot vorgelegt haben. 
Markus Weber
02.12.2021, 15:28

Erst am Freitag hat sich der 24-malige österreichische Meister auf die "Viola Investment GmbH", einem Konsortium von österreichischen Unternehmen rund um den ehemaligen LASK-Vizepräsidenten Jürgen Werner sowie unter Beteiligung von Austria-Präsident Frank Hensel und Vize Raimund Harreiter, als neuen Investor festgelegt. 

Das Konsortium bot elf Millionen Euro, möchte darum 40 Prozent der Anteile an der Austria-AG erwerben. Nun folgen Detailverhandlungen, die bis Weihnachten abgeschlossen sein sollen. 

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Das österreichische Investment-Konsortium erhielt vom violetten Verwaltungsrat den Vorzug gegenüber der Bravo Group des Spaniers Ivan Bravo und dem Angebot des deutschen Unternehmers Utz Claassen, der einst Präsident von Real Mallorca war. 

Insignia legte Angebot vor - nach Deadline

Am Donnerstag meldete nun "Sky", dass auch die Insignia ein Investoren-Angebot unterbreitet hatte. Dies war allerdings nach der für Freitag gesetzten Deadline am Verteilerkreis eingegangen, nämlich erst am Mittwoch, wie der "Standard" meldete. Das Luxus-Unternehmen, das als Austrias "Strategischer Partner" fungiert, wolle demnach 49,9 Prozent der Austria-Anteile erwerben. Dafür war zuletzt stets ein Betrag von 12,5 Millionen Euro kolportiert worden. 

Darüber hinaus hätte das georgische Luxus-Unternehmen 2,5 Millionen Euro für die Marketing-Gesellschaft und zehn Millionen von Sponsoren bis 2024 geboten - macht insgesamt ein Paket von 25 Millionen Euro. 

Dafür hätten die "Veilchen" freilich Bedingungen erfüllen müssen. Vorstand Gerhard Krisch und Sportdirektor Manuel Ortlechner hätten gehen sollen, ein Mitglied einer königlichen Familie aus dem Nahen Osten hätte Ehrenpräsident werden sollen und Insignia drei Sitze im neu gewählten Austria-Aufsichtsrat erhalten sollen. Das Angebot kam allerdings zu spät. Und wirkt auch nicht gerade seriös. 

Insignia-Trennung im Jänner?

Dass dieses Angebot die Entscheidung der Wiener noch einmal verändern könnte, darf bezweifelt werden. Bisher erschien die Strategische Partnerschaft eher als großes Missverständnis. Über eine gemeinsame Marketing-Gesellschaft sollten Sponsoren im Wert von sieben Millionen Euro an Land gezogen werden. Alles darüber hinaus wäre im Verhältnis 70 zu 30 an Insignia gegangen. Sollte diese Summe verfehlt werden, hätten die Georgier die Summe ausgleichen müssen. Und dies ist dem Vernehmen nach nicht passiert. 

Im Jänner haben nun beide Seiten die Möglichkeit, das Abkommen aufzukündigen.