Die Austria Lustenau feiert in der dritten Runde der Bundesliga den ersten Sieg der Saison – und das weil Trainer Markus Mader gegen den Wolfsberger AC ein goldenes Händchen beweist. Neuzugang Antonio Verinac durfte sein Startelf-Debüt feiern und schoss die Vorarlberger (23. und 32.) mit einem Doppelpack zum Sieg. Giacomo Vrioni (45.+4) erzielte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Anschlusstreffer für die Gäste.
Dabei hätten auf beiden Seiten wesentlich mehr Tore fallen können. Sowohl Lustenau als auch die Kärntner erarbeiteten sich zahlreiche Chancen – zeigten vor dem Tor aber auch Nerven. Die Vorarlberger verpassten es, in Hälfte zwei das Spiel zu entscheiden.
Auf der Gegenseite hätte das Team von Thomas Silberberger genug Möglichkeiten gehabt, um mit einem Punkt die Heimreise anzutreten. Somit stehen sowohl Lustenau als auch Wolfsberg nach drei Runden mit einer Bilanz von je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage bei vier Punkten.
Lustenau war von Beginn weg das gefährlichere Team und kam vor allem nach Ballgewinnen und guten Umschaltsituationen zu guten Abschlussmöglichkeiten – dabei offenbarte die Defensive der Wolfsberger ein ums andere Mal große Lücken in der Rückwärtsbewegung.
Rapid-Leihgabe Dominik Weixelbraun legte im Sechzehner auf Verinac (23.) quer, der souverän einschob. Vorangegangen war ein böser Fehlpass von WAC-Verteidiger Cheick Diabate im Spielaufbau. Der Treffer wurde allerdings minutenlang gecheckt. Verinac stand demnach hauchdünn nicht im Abseits. Beim zweiten Treffer stand der Stürmer genau richtig, verwertete einen unglücklichen Abpraller von Goalie Gütlbauer eiskalt zum 2:0.
In der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal richtig turbulent. Zunächst erzielte Vrioni (45.+4) nach feinem Steckpass den Anschlusstreffer. Dann ging. Fabian Wohlmuth zu Boden – die WAC-Profis freuten sich über einen Strafstoß. Aber nicht lange: Der VAR griff erneut ein und erkannte eine Abseitsposition in der Entstehung.
In der zweiten Hälfte wurde es dann noch wilder. Beide Teams fanden zahlreiche Chancen vor. Verinac hätte genug Möglichkeiten auf einen Hattrick gehabt – um das Spiel zu entscheiden. Auf der Gegenseite traf der WAC die Stange und vermisste in der ein oder anderen Situation die letzte Durchschlagskraft. Vor allem in den Schlussminuten ging es hektisch hin und her – beide Teams fanden Räume, konnten sie aber nicht ausnutzen.