Die Härteeinlagen von Leandro Paredes nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien sind einigen Fußballfans noch in bester Erinnerung. Nun hat sein Teamkollege Giuliano Simeone, ebenso argentinischer Teamspieler und Sohn von Star-Trainer Diego Simeone, bei einem Testspiel seines Klubs Atletico Madrid gegen Olympique Marseille deutlich über die Strenge geschlagen.
Obwohl es sich nur um ein Freundschaftsspiel handelte, ging Simeone besonders hart ans Werk. Bereits in der vierten Spielminute hatte der Argentinier seinen Gegenspieler Igor Paixao übelst gefoult, mit offener Sohle das Schienbein oberhalb des Knöchels getroffen. Nach der heftigen Grätsche des Atletico-Kickers rollte sich der Marseille-Spieler vor Schmerzen auf dem Rasen. Der 26-Jährige soll spanischen Medienberichten zufolge sogar eine blutende Wunde erlitten haben, hatte behandelt werden müssen, allerdings weiterspielen können.
Die Spieler auf dem Rasen hatten sich schnell versammelt, die Situation drohte zu eskalieren. Schiedsrichter Aurelien Petit versuchte derweil, die Gemüter zu beruhigen und zeigte trotz des üblen Tacklings bloß die Gelbe Karte. Vater Diego Simeone hatte allerdings schnell genug gesehen und holte seinen Sohn in der 36. Minute vom Feld, er wurde ausgetauscht.
Fußball gespielt wurde auch noch. Und Atletico gewann den Test mit 2:1. Nachdem ausgerechnet Paixao die Franzosen in der 22. Minute in Front gebracht hatte, drehten Rodrigo Mendoza (39.) und Carlos Martin (78.) das Ergebnis zugunsten der Spanier.