Austria-Coach Michael Wimmer könnte allerdings zu mehreren Umstellungen gezwungen sein. Denn der violette Coach enthüllte am Freitag große Personalsorgen bei der Austria. Neben den Langzeit-Verletzten Muharem Huskovic, Ziad El Sheiwi, Florian Wustinger und Marko Raguz, die allesamt für die laufende Saison kein Thema mehr sind, gibt es weitere prominente Ausfälle.
"Andi Gruber steigt heute ins Training ein, wir werden heute und morgen im Abschlusstraining schauen, was möglich ist, ob es reicht", enthüllte Wimmer, dass Gruber – zuletzt unumstrittener Stammspieler – in den letzten Tagen nicht trainierte. "Er ist gegen Sturm nach zwei Minuten umgeknickt", ergänzte der deutsche Trainer. Der Ersatz wäre wohl Nikola Dovedan.
"Georg Teigl hat gestern Magen-Darm-Probleme gehabt. Matthias Braunöder hatte auch Magen-Darm-Probleme und hat gestern noch Fieber bekommen, er konnte auch nicht trainieren", zählte Wimmer zwei weitere schmerzhafte Ausfälle auf. Vor allem Braunöder war in der Mittelfeld-Zentrale gesetzt, könnte von James Holland oder Aleksandar Jukic ersetzt werden. "Lucas Galvao steigt heute ins Training ein, wird aber noch kein Kandidat sein für den Kader", so Wimmer.
Einziger Lichtblick: der ausgeliehene israelische Linksverteidiger Doron Leidner konnte zuletzt voll trainieren. "Er ist ein Kandidat für den Kader oder die Startformation", so der deutsche Coach.
Großes Thema in Violett war vor dem Derby die 1:2-Pleite gegen Sturm Graz letzten Sonntag. Dabei boten die Wiener vor allem im ersten Durchgang eine ernüchternde Leistung. Es krachte in der Halbzeitpause in der Kabine, die "Veilchen" starteten völlig verändert in den zweiten Durchgang. Für einen Punktegewinn reichte es aber nicht mehr. "Der Auftritt in der ersten Halbzeit hat uns nicht wirklich gefallen. Da muss sich jeder hinterfragen, inwieweit er mit dem Anpfiff voll da war", meinte Austrias Sportdirektor Manuel Ortlechner.
"Am Dienstag habe ich im Training gemerkt, dass die Energie noch nicht so da war. Es war eher ruhig, eher verhalten. Erst ab Mittwoch, wo es dann im Training geknallt hat, ist die Energie wieder geflossen", fügte Wimmer weiter an. "Vielleicht liegt es an der Uhrzeit, es waren zwei Spiele um 14.30 Uhr, wo es nicht so geklappt hat, vielleicht können wir im Trainerteam etwas anders drehen. Wenn man gleich reinstartet, sieht man, was möglich ist", führte der Austria-Coach aus. Und ergänzte: "Um unsere Ziele zu erreichen, brauchen wir einen Sieg."