Fussball

Austria-Torjäger Tabakovic: "Der Lauf wird weitergehen"

Haris Tabakovic trifft wie am Fließband. Der Austria-Stürmer im "Heute"-Talk über seinen Lauf, den Liga-Modus, Kaffeehäuser und die Formel 1.
Erich Elsigan
31.03.2023, 07:11
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Sieben Tore in sechs Spielen – Austria-Stürmer Haris Tabakovic ging im Frühjahr der Knopf auf. Seit der Winterpause traf in Europas Top-Ligen niemand öfter. Sogar Superstars wie Kylian Mbappe (sechs Treffer), Harry Kane (vier Treffer) und Erling Haaland (drei Treffer) müssen sich im Vergleichszeitraum hinter dem 28-Jährigen anstellen.

"Es macht mich stolz, mich in der Statistik mit all diesen Namen vorne zu sehen", gesteht der Schweizer im "Heute"-Gespräch. "Aber man muss den Ball natürlich flach halten. Ich spiele in einer viel kleineren Liga. Und die anderen machen 40, 50 Tore pro Saison."

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Die Gründe für die Leistungsexplosion des 1,94 Meter großen Strikers sind vielfältig. "Es hat einfach von Anfang an gepasst mit dem neuen Trainerteam, es schenkt mir das Vertrauen. Und körperlich fühle ich mich top, die Vorbereitung war großartig. Wenn man gut startet, kommt auch das Selbstvertrauen. Die Mannschaft macht es mir auch einfach. Es werden viele Bälle in die Box geflankt, das ist dort, wo ich meine Stärken habe."

Die Länderspielpause kam für Tabakovic zu einem ungünstigen Zeitpunkt. "Für die ganze Mannschaft. Wir hatten eine positive Energie, waren gut drauf. Egal. Wenn wir weiter hart arbeiten, wird der Lauf weitergehen", sagt der Ibrahimovic-Fan.

Am Sonntag kommt zum Auftakt der Meister-Gruppe der LASK nach Favoriten. "Es gibt jetzt nur noch Topspiele, alle Großen sind oben, das ist schon geil. Ich denke, jeder kann an einem guten Tag jeden schlagen – bis auf Salzburg vielleicht."

„"Es ist unglaublich, dass man es so macht"“

Das Thema Punkteteilung sieht der Austrianer mit gemischten Gefühlen. "Für die oberen Mannschaften ist es gut, weil es mehr Spannung gibt. Aber für die unteren ist es der Wahnsinn. Lustenau war zehn Punkte vor Altach, jetzt nur noch fünf. Es ist schon unglaublich, dass man es so macht", leidet Tabakovic mit seinem Ex-Klub mit.

Seit neun Monaten schnürt der Rechtsfuß eine Fußballschuhe mittlerweile in Wien. "Ich liebe diese Stadt. Es ist ein Traum, hier zu wohnen", schwärmt der bei den Young Boys Bern ausgebildete Goalgetter. "Heute" fragte nach den Lieblingsplätzen. "Ich klappere gerne Kaffeehäuser ab, höre dort Podcasts. Es gibt im ersten Bezirk einige Orte, die ich sehr mag. Es fühlt sich dort oft wie Urlaub an."

Typisch schweizerisch ist an Tabakovic "die Pünktlichkeit". Nicht jedoch das Desinteresse am Skisport. "Das ist gar nicht meins, ich kann es auch nicht. Ich verfolge lieber die Formel 1 und Tennis."