Nein, keine Sorge: Es ist nicht "I am from Austria". Aber statt Fendrich haben sich unsere deutschen Nachbarn einen anderen Künstler geschnappt, der nun für Feierstimmung bei der WM sorgt.
Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem echten Statement in die WM gestartet: ein 7:1 gegen Curaçao, ein Gänsehaut-Sieg gegen die Elfenbeinküste und eine Kabinenstimmung, die inzwischen weit über den Platz hinaus für Gesprächsstoff sorgt.
Mitten in dieser Euphorie: ein österreichischer Ballermann-Hit.
Der Song "Der Zug hat keine Bremse" von Partysänger Lorenz Büffel und Mia Julia hat sich überraschend zum inoffiziellen WM-Hit des DFB-Teams entwickelt. Was eigentlich aus der Party- und Après-Ski-Szene stammt, läuft plötzlich in der deutschen Kabine rauf und runter. Büffel ist übrigens aus Krems.
Sogar Bundestrainer Julian Nagelsmann griff die Stimmung nach dem Auftaktspiel auf und übersetzte den Refrain sinngemäß vor internationalen Medien. Ein Moment, der den Song endgültig in den WM-Kosmos katapultierte.
"Ich glaube, er hat den Song wirklich gehört und für sich und die Mannschaft gesagt: Der Zug hat keine Bremse, wir ziehen das Ding jetzt durch und holen den Titel", zeigte sich auch Büffel selbst gegenüber der Presse überzeugt.
Auch aus dem Team kommt Zustimmung. Nationalspieler Nadiem Amiri meinte, der Song passe "irgendwie gerade zur Stimmung" – auch wenn er ihn selbst sonst eher nicht höre. Entscheidend sei, dass er im Moment funktioniere und die Mannschaft in einen gemeinsamen Flow bringe.
Der Song selbst hat seine Wurzeln weit weg vom WM-Rasen. Auf Mallorca längst Kult, lebt er vom Party-Feeling und davon, "sich den Helm zu lackieren", wie Büffel selbst seine Welt beschreibt. Dass daraus einmal eine Art Sport-Hymne werden könnte, hätte der 47-jährige Österreicher selbst nicht erwartet.
Doch genau dieses Phänomen kennt er bereits: Ob bei Handball, Biathlon oder jetzt Fußball – überall, wo Fans und Teams zusammenkommen, scheint der Song neue Energie zu entfalten.
Für Büffel ist der WM-Hype rund um seinen Hit auch persönlich ein Highlight. Besonders die Szenen, in denen Spieler wie Manuel Neuer zur Musik feiern, hätten ihn "sehr stolz" gemacht.
Und der Blick geht bereits nach vorne: Der Sänger glaubt fest daran, dass der deutsche Lauf auch musikalisch weitergeht – im Idealfall bis ins Finale am 19. Juli.