In der Türkei werden derzeit fünf Menschen mit österreichischem Pass "aus politischen Gründen" daran gehindert, auszureisen. Peter Pilz hat mit einem Tweet auf die Sache aufmerksam gemacht, am Donnerstag will er gemeinsam mit zwei Betroffenen weitere Fälle aufzeigen.
In der Türkei werden derzeit fünf Menschen mit österreichischem Pass "aus politischen Gründen" daran gehindert, auszureisen. Peter Pilz hat mit einem Tweet auf die Sache aufmerksam gemacht, am Donnerstag will er gemeinsam mit zwei Betroffenen weitere Fälle aufzeigen.
Nur Spitze des Eisbergs. Donnerstag präsentiere ich die harten Fälle: die Verhaftungen der Österreicher in Türkei - wegen -Kritik.
— Peter Pilz (@Peter_Pilz)
Zurzeit werden fünf Menschen mit österreichischem (und möglicherweise auch türkischem) Pass in der Türkei an der Ausreise gehindert. Ihnen wird dem Vernehmen nach vorgeworfen, Erdogan kritisiert zu haben oder Anhänger von Fetullah Gülen zu sein.
Laut Pilz sei das nur die Spitze des Eisberges, es gebe noch mehr Österreicher, die in der Türkei festgehalten werden. Dem Außen- und Innenministerium wirft er "schweres Versagen" vor, sie hätten die Entwicklungen "verschlafen". Bei der Pressekonferenz am Donnerstag werden zwei weitere Betroffene anwesend sein.
Erdogan-Stasi
Die "Erdogan-Stasi", wie sie Pilz nennt, sind AKP-nahe Vereine in Österreich, die in Österreich lebende Türken ausspionieren und die Infos an die türkische Regierung weitergeben. Dabei spielen laut "Kurier" die türkische Botschaft und die türkisch-islamische Union ATIB eine Schlüsselrolle. Auch die Union Europäisch-türkischer Demokraten (UETB) rief auf Facebook dazu auf, Erdogan-Gegner zu melden. ATIB dementiert die Vorwürfe.