Im "Heute"-Talk

Austropop-Ikone verrät ihre "längste Liebesgeschichte"

Die große Sängerin und Schauspielerin bringt am 19. und 20. September die Neuauflage ihres Programms "Maria singt Bill" in die Kulisse Wien.
Sandra Kartik
15.09.2026, 06:30
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Ihren größten Hit "I mecht landen" hat Maria Bill in nur einem Tag geschrieben. "Es war ein Schnellschuss", blickt die Ausnahmekünstlerin im "Heute"-Gespräch zurück. Der Refrain stammt jedoch von Komponist Christian Kolonovits, betont sie. "Ohne seine Genialität" wäre die Austropop-Hymne wohl nie so erfolgreich geworden.

"Ich bin mittlerweile gelandet – und zwar in Wien", freut sich die gebürtige Schweizerin, die seit den 70er Jahren die österreichische Theater- und Musiklandschaft prägt.

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"Konzerte sind meine Lichtinseln"

Am 19. und 20. September performt die 77-Jährige den beliebten Evergreen bei einer Neuauflage ihres Programms "Maria singt Bill" in der Kulisse Wien. Mit dabei sind Musiker, mit denen sie seit teilweise 30 Jahren auf der Bühne steht: Krzysztof Dobrek (Akkordeon), Michael Hornek (Pianist) und Andi Tausch (Gitarrist).

Viele ihrer Lieder "haben noch heute Gültigkeit", freut sich die Sängerin. Dennoch wünscht sie sich frische Songs. "Es fallen mir momentan keine neuen Lieder ein, ich warte noch darauf. Mit dem Älterwerden und Alleinsein ist es nicht so einfach. Da hinkt die Kreativität ein bisschen hinterher", bedauert Bill. "Aber ich habe Ideen und das Keyboard steht bereit."

Offen spricht sie auch über ihre Sorgen: "Ich versuche in der Früh, meine großteils diffusen Ängste in den Griff zu bekommen. Noch bin ich fit, voller Elan und kann noch rumrennen", ist die Sängerin erleichtert. "Im Moment habe ich Konzerte, das sind meine Lichtinseln im Dunkeln", so Bill.

"Ich habe schon so viel erlebt"

"Die längste Liebesgeschichte meines Lebens ist die mit dem Publikum. Ehe und Partnerschaft sind nicht so beständig", lacht sie. "Ich bin jedes Mal überglücklich, wenn ein Konzert ausverkauft ist, da wachsen mir Flügel. Ich will das Publikum mit Liedern und Geschichten erobern." Anfang Oktober stellt sich die Bühnen-Ikone einer neuen Herausforderung: Sie wird in Griechenland Édith Piaf singen, mit der Bills Karriere schon seit langer Zeit verwoben ist.

"Ich hatte gar nicht geplant, ihre Chansons zu singen, ich habe davor Jacques-Brel-Lieder mit mir getragen." Der 2005 verstorbene Theatermacher Hans Gratzer machte Bill damit zum Star. Weil sie selbst "schon so viele erlebt" hat, fühlt sich Bill der vom Leben gebeutelten Piaf auch nahe. "Wenn ich sie singe, laufen kleine Filme in meinem Kopf ab. Ich erzähle ihre Geschichte, aber ich imitiere sie nicht", verrät die Künstlerin.

sk,Akt. 15.09.2026, 09:50, 15.09.2026, 06:30