"Auszuck-Boxer" bei Olympia zu Unrecht disqualifiziert

Mourad Aliev
Mourad Alievimago images/ITAR-TASS
Boxer Mourad Aliev zuckte nach seiner Olympia-Disqualifikation aus. Wie sich nun herausstellt, flog er tatsächlich zu Unrecht aus dem Bewerb.

Der Superschwergewichts-Kampf gegen den Briten Frazer Clarke wurde kurz vor dem Ende der zweiten Runde abgebrochen. Grund: ein als absichtlich gewerteter Kopfstoß Alievs in Richtung seines Gegners sowie der anschließende Protest gegen den Punkteabzug. Der Franzose wurde daraufhin disqualifiziert, da brannten bei ihm die Sicherungen durch.

Er lieferte wüste Gesten hinter dem Rücken des Ringrichters, schrie immer wieder: "Jeder weiß, ich habe gewonnen." Außerdem ging er auf eine Kamera zu, setzte einen leichten Schlag gegen die Linse. Sämtliche Beruhigungs-Versuche – auch von seinem Gegner – scheiterten.

Auch ein 45-Minuten-Sitzstreik des gebürtigen Russen half nichts. Doch nun stellt sich heraus, dass er tatsächlich zu Unrecht aus dem Bewerb flog. "Sie erkennen an, dass sie einen Fehler gemacht haben, aber wie es in den Regularien steht, können sie die Entscheidung nicht rückgängig machen. Das ist ein Skandal", erklärt er im französischen Fernsehen.

John Dovi, technischer Direktor des französischen Verbands, präzisiert: "Der Supervisor bescheinigt einen Schiedsrichterfehler, er sagt, dass es keinen Fehler von Mourad gibt, aber sie können nichts tun. Es gibt keine Berufung." Brigitte Henriques, Präsidentin des Französischen Olympischen Komitees erklärte, man habe "ein Dossier zusammenstellt, um die Entscheidung vor dem CAS anzufechten".

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