Bei der Polizei ging gegen 21.20 Uhr der Notruf ein, dass ein Auto beim Brückenkopf Nord in Linz in die Donau gestürzt sei. Von der Landesleitzentrale wurden daraufhin mehrere Streifen avisiert, wobei sich eine Streife der Polizeiinspektion Landhaus in unmittelbarer Nähe befand.
Am Vorfallort eingetroffen stellten die Polizisten fest, dass circa 15 Meter vom Ufer entfernt ein Pkw mit der Motorhaube voran im Wasser trieb. Das Fahrzeug war bereits zur Hälfte versunken. Von einem Zeugen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass sich noch eine Frau und ein Hund in diesem befanden.
Zwei Polizisten legten ihre Ausrüstung ab und schwammen zum Pkw. Sie versuchten die Türen zu öffnen, was ihnen jedoch nicht gelang. Dabei rissen die Türgriffe aus. Weitere Kollegen schwammen ebenfalls nach und einer von ihnen konnte mit der Frau Kontakt aufnehmen.
Dabei öffnete sie das Fenster mechanisch einen circa einen Zentimeter breiten Spalt, weshalb es den Polizisten folgend gelang, das Fenster komplett nach unten zu drücken. Dann konnten sie die Frau und den Hund durch das Seitenfenster befreien.
Anschließend brachten sie die 74-jährige Frau aus Linz schwimmend ans Ufer. Die ältere Dame wurde in das Kepler Uniklinikum Linz eingeliefert. Am Rettungseinsatz waren insgesamt acht Polizisten aktiv im Wasser und sechs weitere unterstützend beteiligt.
Die Beamten waren durch den andauernden Einsatz und die niedrige Wassertemperatur bereits selbst erschöpft. Rund eine Minute nach der Rettung versank der Pkw vollständig in der Donau.