Barbara Karlich ist wieder unterwegs: Gemeinsam mit ihrer Hündin Meixi erkundet die Moderatorin am 9. August (ORF2, 17.30 Uhr) diesmal Salzburg. Ihr erster Weg führt sie zu einer Autorin, die mit ihren Büchern mehr als 12 Millionen Leser erreicht hat: Hera Lind.
Die gelernte Sängerin und Schriftstellerin ("Ein Mann für jede Tonart") zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Im persönlichen Gespräch mit Karlich blickt sie offen auf ihren außergewöhnlichen Lebensweg zurück. Sie erzählt von großen Erfolgen, schwierigen Krisen und mutigen Neuanfängen.
Lind sorgte im Jahr 2000 für Schlagzeilen, weil sie ihren Ex-Lebensgefährten, mit dem sie vier Kinder hatte, für ihren jetzigen Ehemann Engelbert Lainer-Wartenberg verließ. "Da die Trennung von heute auf morgen war, nahm ich zuerst nur die Kinder mit, die noch nicht in die Schule gingen. Im Sommer drauf kam dann ein weiterer Sohn zu uns. Und einer hat gesagt, ich bleibe beim Papa und das habe ich ihm auch nicht ausgeredet", erzählt sie in "Barbara Karlich unterwegs".
Linds Karriere kam dadurch zum Erliegen, genau wie die ihrer großen Liebe, einem Hoteldirektor, den sie am "Traumschiff" kennengelernt hatte. "Es war ein Skandal. Die Presse hat dann ihren Aufhänger gehabt, mich vom Superweib zur Rabenmutter zu machen. Letztlich habe ich nie ein Kind verlassen", betont die 68-Jährige im Interview mit Karlich.
Bereut hat die Bestseller-Autorin den Schritt dennoch nie, sie musste ihrem Herzen folgen. Die Rückschläge haben sie noch stärker gemacht. Als sie nach Jahren der Schmähung die Geschichte einer Frau aufschrieb, die schwanger ins Koma gefallen war, änderte sich auch ihr Leben. Lind begriff: "Ich kann doch verdammt nochmal wieder aufstehen."
Während sie schreibt, kümmert sich ihr Mann um die Organisation, empfängt Gäste und steht ihr als engster Vertrauter zur Seite. "Engelbert ist die Seele von allem." Gemeinsam mit Karlich bereitet Lainer-Wartenberg in der Sendung einen frischen Salat zu. Dabei verrät er, warum Aufmerksamkeit und Fürsorge für ihn oft die wichtigsten Zutaten sind - nicht nur beim Kochen, sondern auch in einer Beziehung.