An diesen Stellen will die AUVA sparen

Wie geht es mit der AUVA weiter? Sie bleibt erhalten, muss aber viel sparen. Lesen Sie hier, wie das funktionieren soll >>>
Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) wird nicht zerschlagen. Kein einziges Spital wird zugesperrt werden, auch soll kein einziger Mitarbeiter gekündigt werden. Das versprach und betonte Sozialministerin Beate Hartinger-Klein in einer Pressekonferenz am Montag. Sie garantiert außerdem, dass für die Patienten keine einzige Leistung gekürzt werden wird.

Wichtig, weil es bei diesem Gespräch um die Reformpläne ging, die die Regierung der AUVA auferlegt hat. 500 Millionen Euro solle man einsparen, sonst werde die AUVA im Zuge der größer angelegten Reform der Sozialversicherungsträger aufgelöst.

Bleibt erhalten

Das wird nun wohl nicht passieren, der AUVA sei es gelungen, rund 430 Millionen Euro einzusparen, wie ÖVP-Klubobmann August Wöginger am Montag aufschlüsselt.

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Wo gespart wird

Wie konnte diese enorme Aufgabe gelingen? Von den 430 Millionen Euro werden rund 100 Millionen in der Verwaltung eingespart. 35 Millionen Euro sollen durch Kooperationen hereinkommen. Das ist laut Wöginger "sehr beeindruckend".

Das entspricht in etwa dem, was die AUVA zu leisten imstande war. Das hat sie auch schon am Beginn der Diskussion gesagt: Es gehen maximal 100 Millionen.

Beim Großteil der Einsparungen, den restlichen 295 Millionen Euro, wird es etwas komplizierter. Diese sollen nämlich durch Querfinanzierungen eingespart werden und erst beim Vollzug der gesamten Reform (wenn es nur noch fünf Sozialversicherungsträger gibt) spürbar werden. "Da ist der Gesetzgeber am Zug", formuliert es AUVA-Obmann Anton Ofner.

Neue Gesundheitskasse ÖGK

Der Löwenanteil der Einsparungen soll nämlich dadurch zustandekommen, dass Leistungen in die neue ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) verlagert werden. Die ÖGK ist eine der fünf Sozialversicherungsträger, die es in Zukunft geben soll.

Weitere Details

- 156 Millionen Euro Querfinanzierung von Freizeitunfallopfern durch die AUVA.

- 108 bis 110 Millionen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für Klein- und Mittelbetriebe.

- Weitere Details gab es bei der Pressekonferenz nicht.

AUVA muss Beschluss fassen

Zuvor ist wiederum die AUVA selbst am Zug. Die muss die Sparpläne per Beschluss offiziell machen. Das soll am 21. August

(red)

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