Mit Baby im "grantigen" Wien

Bild: privat
Heute.at-Redakteurin und Bloggerin Christine Scharfetter erzählt von den täglichen Herausforderungen als Mama und womit sie nicht gerechnet hätte.
Es mag vielleicht sein, dass die Wiener weltweit als grantig und unfreundlich bekannt sind - und dies durchaus schon einmal tatsächlich der Fall sein kann. Aber ist ein Baby "im Spiel", dann schmilzt selbst das Herz des unfreundlichsten Wieners, der mir je begegnet ist.

Wie ich auf diese Zeilen komme? Ganz einfach, unlängst las ich in einer Kolumne, dass man sich in Österreich mit einem Baby - quasi - am besten zu Hause verstecken sollte. Nur so könne man den bösen Blicken in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Restaurant ausweichen. Geschrieben von einer Mutter.

Nun, ich weiß nicht, wo in Österreich oder Wien die Dame genau unterwegs ist, aber ich kann dies - wie aus meinen ersten Zeilen bereits herauszulesen ist - nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil!

Christine Scharfetter ist "Heute"-Redakteurin und Bloggerin auf www.TheHallstand.com. Seit sechs Monaten lernt sie nun immer wieder neue Grenzen in ihrem Leben als Mutter der kleinen Frankie Malou kennen.

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Hilfe, wo man nicht damit rechnet!

Wo ich mit Frankie Malou in Wien auch hinkomme, die Menschen sind uns bisher immer unglaublich freundlich und hilfsbereit entgegengekommen - ohne, dass ich je darum gebeten habe. In Lokalen wird meine Kleine vom Nebentisch "bespaßt", an der Supermarktkassa lehne ich es dankend ab vorgelassen zu werden und in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird augenblicklich Platz gemacht - eine Ausnahme bilden hier allerdings die Lifte, aber das Thema hatten wir schon.

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Eines meiner schönsten Erlebnisse: Hochsommer in Wien. Ich war bei gefühlten 40 Grad Celsius mit Kinderwagen in der Stadt unterwegs und froh, endlich die Heimreise anzutreten, da passierte es, ich stand samt Kind und rollendem Gefährt am falschen U-Bahn-Abgang - ohne Lift und ohne Rolltreppe. Den langen Stiegenabgang vor mir, fasste ich den Entschluss, nicht noch einmal in die pralle Sonne umzukehren, sondern den Kinderwagen irgendwie da nach unten zu bekommen. Als ich bei der ersten Stiege ansetzte, hörte ich plötzlich eine Stimme neben mir. "Kann ich Ihnen helfen?" Ein Mann bestand darauf, den Wagen samt meinem Kind alleine bis zur rettenden U-Bahn zu tragen. Ich glaube, so oft habe ich mich noch nie bei jemanden bedankt!

Habt ihr ähnliche Erlebnisse gemacht oder ganz andere? Ich bin gespannt!



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