Kinder hörten in 14 Metern Tiefe plötzlich Miauen

Die Tierrettung (l. Daniela Bachmaier) konnte das Kätzchen schließlich befreien.
Die Tierrettung (l. Daniela Bachmaier) konnte das Kätzchen schließlich befreien.OÖ Tierrettung
Sie steckte im Rohr eines Sickerschachts fest, miaute fürchterlich. Mit einer Kanalfeder konnte die Tierrettung das Babykätzchen herausziehen. 

Die Kinder hörten das verzweifelte Miauen im Garten, konnten ihr geliebtes Babykätzchen aber nicht finden. Zusammen mit den Eltern machten sie sich dann auf die Suche. Sie konnten den Vierbeiner schließlich auch finden, allerdings war eine Rettung zunächst ausgeschlossen. 

Das erst wenige Wochen alte Kätzchen blieb nämlich bei einer Entdeckungstour in einem engen Abflussrohr (Durchmesser: zehn Zentimeter) in einem Sickerschacht stecken.  

Das Baby miaute so laut es konnte, doch die Besitzer kamen nicht an das Kätzchen heran.

Es steckte nämlich 14 Meter tief in dem Abflussrohr fest. Auch die Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr versuchten alles, konnten dem Ausreißer aber nicht helfen.

Die Folge: Der arme Vierbeiner musste auch die ganze Nacht in der "Falle" ausharren. 

Die letzte Hoffnung der Katzenbesitzer blieb nun nur noch die OÖ-Tierrettung.

Die Tierfreunde zögerten keine Sekunde, als sie von der Notlage hörten. Obmann Willy Schnebel und Daniela Bachmaier setzten sich ins Auto und fuhren Mittwochnachmittag die rund 60 Kilometer von Ebelsberg nach Rohrbach. 

Und vor Ort hatten sie dann auch die zündende Idee. Mit Hilfe einer Kanalfeder gelang es den Tierschützern, das Kätzchen aus dem Rohr zu ziehen.

"Gar nicht so einfach"

"Es gestaltete sich zunächst gar nicht so einfach. Der Schacht hatte rund ums Haus mehrere Öffnungen. Wir mussten schauen, von wo aus wir am besten zur Katze gelangen. Und dann wäre auch die Feder fast zu kurz geworden", erinnert sich Bachmaier.

Zum Glück ging danach aber alles sehr schnell. Nach etwas mehr als 24 Stunden war das Kätzchen wieder frei. "Sie war etwas verdreckt und sehr hungrig. Ansonsten aber unverletzt", so die Tierretterin aus Linz.

Die Kinder machten Luftsprünge, als sie ihren kleinen Liebling wieder in den Händen halten durften.

Die Öffnungen beim Sickerschacht wurden im Anschluss an die Rettung gleich "entschärft", damit so ein tierischer Einsatz in Zukunft nicht mehr notwendig sein wird.

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