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Babysimulator-Puppen führen zu mehr Schwangerschaften

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:27

Baby-Puppen die schreien, gefüttert und gewickelt werden wollen werden in vielen Ländern eingesetzt um Teenagern zu zeigen wie viel Arbeit ein echtes Baby macht. Doch dieses Programm scheint nicht viel zu bringen, denn in Australien ist genau der gegenteilige Effekt eingetreten.

Baby-Puppen, die schreien, gefüttert und gewickelt werden wollen werden in vielen Ländern eingesetzt um Teenagern zu zeigen, wie viel Arbeit ein echtes Baby macht. Doch dieses Programm scheint nicht viel zu bringen, denn in Australien ist genau der gegenteilige Effekt eingetreten. 
Um junge Mädchen vor einer verfrühten Schwangerschaft zu bewahren, werden in Schulprojekten Baby-Simulatoren ausgegeben. Die jungen Frauen müssen sich um die Puppe genauso kümmern wie um ein echtes Kind, füttern, wickeln und beruhigen. Ein Forschungsteam hat jetzt untersucht, ob dieses Programm seinen Zweck erfüllt und sie kommen zu einem erstaunlichen Ergebnis. 

Über mehrere Jahre sei das Risiko von Teenagerschwangerschaften nicht gesunken, berichtet das Team der University of Western Australia im Fachblatt "The Lancet". Das Gegenteil ist der Fall: Junge Frauen, die an solchen Programmen teilnahmen, wurden sogar häufiger vor ihrem 20. Lebensjahr schwanger als ihre Altersgenossinnen, die keine Baby-Puppe hatten. 

Die Forscher werteten die Daten von über 2.800 Mädchen aus, die zum Beginn der Studie zwischen 13 und 15 Jahre alt waren.

In der Babysimulator-Gruppe brachten acht Prozent der Teilnehmerinnen ein Kind zur Welt, weitere neun Prozent hatten eine Abtreibung. Insgesamt wurden knapp elf Prozent schwanger. 

 


In der Gruppe ohne Babysimulator wurden vier Prozent der Frauen Mutter, etwas mehr als sechs Prozent hatten einen Schwangerschaftsabbruch. Insgesamt wurden elf Prozent schwanger.


Laut dieser Auswertung bewirken solche Programm also genau das Gegenteil, die Mädchen werden nicht "abgeschreckt", sondern werden häufiger schwanger. 
 

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