Bad-Aibling-Unglück: Fahrdienstleiter zu 3,5 Jahren Haft verurteilt

Im Prozess um das tödliche Zugunglück von Bad Aibling in Oberbayern ist der Fahrdienstleiter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sah es als erwiesen an, dass der Bahn-Mitarbeiter der fahrlässigen Tötung schuldig ist.
 

Bei dem Zusammenstoß zweier Züge am 9. Februar waren 12 Menschen gestorben. Fast 90 wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der .

Richter Erich Fuchs rekonstruierte die Katastrophe: Um 04:45 hatte Michael P seinen Dienst im Stellwerk von Bad Aibling begonnen. Um 05:01 startete er das Game auf seinem Handy. Wie der Prozess zeigte, durchaus eine Gewohnheit. Denn in 17 Tagen im Dienst absolvierte der 40-Jährige 435 Spielesitzungen. 

Kurz vor 06:40 Uhr erteilte er Zug 79506 grünes Licht zur Durchfahrt Richtung Bad Aibling, bemerkte aber kurz danach seinen Fehler. Ein Sondersignal erreichte den Zugführer nicht mehr. Damit nahm das Unglück seinen Lauf: Zwei Züge krachten auf eingleisiger Strecke frontal ineinander, 12 Menschen starben, 90 weitere wurden teils schwer verletzt.
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