Viele tragen ihre Badehose oder ihren Bikini im Sommer einfach mehrmals, bevor die Sachen endlich in die Waschmaschine wandern. Das kann aber problematisch werden - und zwar nicht nur aus hygienischen Gründen.
Der Grund: Die invasive Quagga-Muschel breitet sich in immer mehr Gewässern aus. Die ursprünglich aus dem Schwarzen Meer stammende Art wurde vermutlich über Schiffsverkehr oder Badeausrüstung nach Europa gebracht. Besonders in bayerischen Seen wurden bereits vermehrte Bestände nachgewiesen - aber auch in österreichischen Gewässern wie den Kärntner Seen ist die Muschel längst angekommen.
Wie utopia.de unter Berufung auf den Bayerischen Rundfunk und NABU meldet, können aus einem einzigen Tier fast ganzjährig bis zu 1.000 Nachkommen entstehen. Die Larven schweben frei im Wasser, was die Verbreitung noch erleichtert. Über Badesachen oder Wassersportgeräte kann die Muschel so von einem Gewässer ins nächste eingeschleppt werden.
Um die Verbreitung der invasiven Art zu verhindern, solltest du deine Badesachen nach jedem Besuch im See gründlich waschen. Besonders wichtig: Die Sachen vor einem Gewässerwechsel vollständig trocknen lassen. Die Larven überleben das Austrocknen nicht.
Die Quagga-Muschel setzt sich ähnlich wie Austern am Untergrund fest und kann ganze Muschelbänke bilden. Das beeinflusst das gesamte Ökosystem der betroffenen Seen erheblich. Mit etwas Achtsamkeit beim Waschen der Badesachen kann jeder dazu beitragen, die weitere Ausbreitung einzudämmen.