Bakary J.: Polizei streitet Razzia in seiner Wohnung ab

Der Schubhäftling Bakary Jassey wurde vor neun Jahren nach dem Scheitern seiner Abschiebung nach Gambia von WEGA-Beamten in Wien gefoltert. Jetzt soll seine Wohnung von vier mysteriösen Polizisten ohne Ausweis und ohne Durchsuchungsbefehl durchwühlt worden sein. Die Exekutive dementiert.

Bakary J.s Anwalt hatte gemeldet, dass sich vier Personen als Polizisten in Zivil ausgegeben und die Wohnung des Gambiers in Wien-Simmering durchsucht hätten. Sie sollen keine Ausweise vorzeigt haben. Zunächst war von Seiten der Polizei kein Aktenvermerk zu finden.

Keine Razzia

Am Dienstagnachmittag hat die Landespolizeidirektion schließlich wissen lassen, dass tatsächlich Beamte der Abteilung Fremdenpolizei und Anhaltevollzug (AFA) am 21.04.2015 an der Wohnadresse des Bakary Jassey eine Amtshandlung durchgeführt haben. Anlass war ein Hinweis der Meldebehörde.

Demzufolge bestand der Verdacht, dass dort Menschen mit vermutlich gefälschten Dokumenten leben. Die Wohnung sei aber nicht durchsucht worden, und es habe kein Zusammenhang mit Bakary J. bestanden. Daher sei auch keine Aufzeichnung im Polizeicomputer vorhanden gewesen. Laut LPD haben sich die Beamten sehr wohl ordnungsgemäß ausgewiesen.

Vor Ort trafen die Polizisten einen Bekannten des Gambiers an, stellten seine Identität fest und vermerkten das im Streifenbericht. Dieser Mann wird in den nächsten Tagen einvernommen.

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