Bald 2.000 Fälle pro Tag – Anstieg rasanter als 2020

Experten warnen vor neuerlichem Corona-Herbst - die Zahlen steigen. Im Bild: Das Universitätsklinikum in Innsbruck.
Experten warnen vor neuerlichem Corona-Herbst - die Zahlen steigen. Im Bild: Das Universitätsklinikum in Innsbruck.Johann Groder / EXPA / picturedesk.com
Wir haben heuer keinen Sommer wie voriges Jahr, warnt der Statistik-Experte Erich Neuwirth. Die Corona-Zahlen sind heuer viel höher.

1.415 Neuinfektionen wurden am Sonntag gemeldet, am Vortag waren es 1.322. 440 Menschen sind im Spital, 112 auf Intensivstationen. Und jetzt kommt erst der Schulbeginn. Die Corona-Zahlen steigen derzeit stärker an als im Vorjahr, sagt Uni-Professor (im Ruhestand) Erich Neuwirth zu "Heute". Die Inzidenzen seien jetzt deutlich höher als 2020. Quer durch alle Altersgruppen. Auch die Zahl der Covid-Fälle in Normalbetten und auf Intensivstationen sei in letzter Zeit um ein Vielfaches höher als 2020, belegt Neuwirth. Wien ist vom Anstieg besonders betroffen. Allerdings werde dort jetzt weitaus mehr getestet als damals, schränkt der Experte ein. 

Droht in Kürze ein neuer Lockdown?

Neuwirth will keine Prognose abgeben: "Corona hat uns oft schon überrascht." Er will, dass das Gesundheitsministerium endlich Daten veröffentlicht, wie viele Spitals- und Intensivfälle geimpft oder ungeimpft sind. Damit könne der Pandemie-Verlauf besser dargestellt werden. Neuwirth hat wegen seiner Corona-Statistiken fast 30.000 Follower auf Twitter. Auch das Covid-Prognose-Konsortium des Gesundheitsministeriums geht von bis zu 2.000 Corona-Fällen pro Tag bereits am 1. September aus. Corona-Fälle bei Reiserückkehrern heizen die Situation noch an. Vor allem bei Heimkehrern aus Nordmazedonien stieg die Zahl binnen 14 Tagen von 389 auf 866 Erkrankte. Auch bei Kroatien-Urlaubern gab es 683 Fälle, um 92 mehr als vor zwei Wochen. 

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