Balkan-Musik! So reagiert Doskozil auf Sinan Sakic

Trifft Sinan Sakic den Musikgeschmack von Hans Peter Doksozil?
Trifft Sinan Sakic den Musikgeschmack von Hans Peter Doksozil?heute.at
Immer wieder fällt der Spruch: "Der Balkan fängt in Wien an". Mit Hans Peter Doskozil testete ich, wie viel Wahrheit dahinter steckt.

Dass das Burgenland und der Balkan eine gewisse Verbindung haben, ist nicht von der Hand zu weisen: Zweisprachige Ortschilder, Kinder lernen kroatisch in der Schule und hier und da wird auch mal so gekocht wie an der Adria. Aber wie tief gehen die Wurzeln tatsächlich?

Denkt man an den Balkan, kommt man um das Thema "Musik" nicht herum. Sänger und Sängerinnen werden im Süden wie Volkshelden gefeiert. Teilweise so sehr, dass sie sogar in die Politik einsteigen. So passiert bei Musiker Miroslav Škoro. Ganze 30 Jahre lang sang er sich in die Herzen seiner Fans. Im Jahr 2007 errang Škoro ein Mandat für die konservative Mitte-rechts-Partei HDZ. Im Jahr 2019 kandidierte der ehemalige Sänger für das Amt des Staatspräsidenten und verpasste um knapp zwei Prozent den Einzug in die Stichwahl.

Urlaubsstimmung dank der Tamburica

Ich dachte mir: Wenn ich schon auf eine Spritztour im BMW von Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil eingeladen werde, dann muss diese Fahrt auch ein wenig musikalisch untermalt werden. Sofort nach dem Einsteigen fragte ich ganz ungeniert, ob ich mein Handy mit dem Auto verbinden könnte. Der Landesfürst: "Feel free!"

Zunächst startete ich zur Einstimmung mit Škoros "Otvor ženo kapiju" (Frau, mach das Tor auf"). Ein Song der von der Tamburica lebt. Oder wie Doskozil meint: "Da kommt Urlaubsstimmung auf". Er verrät mir dann, dass Kroatien zu seinen beliebtesten Urlaubszielen gehöre: "Poreč, Rijeka. Die Gegend gefällt mir sehr".

Turbofolk im Burgenland?

Ich wollte dann aber noch richtig auf die Balkan-Tube drücken und legte Sinan Sakić auf. Song: "Ey otkad sam se rodio" ("Seit meiner Geburt"). Da hört man keine Tamburica, die einen an die Küste Kroatiens katapultiert. Sinan wirft einen in den tiefsten Balkan, lässt dich dort wahllos in eine Hochzeitslocations fallen und zwingt dich sofort zum Kolo-Tanzen. Doskozils Reaktion darauf: Ein Schmunzeln. Solche Lieder höre man im Burgenland nicht. Hier würde man sich doch eher auf die traditionelle Musik stützen und nicht auf Turbofolk. 

Auf die Frage, ob er bei einer tagelang andauernden Balkan-Hochzeit dennoch das Tanzbein zu Sinan Sakić schwingen würde, meinte er lachend: "Dafür bin ich schon ein bisschen zu alt." 

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