Ballon-Guide stürzt in Tod, Passagiere fliegen weiter

In den USA mussten drei Passagiere alleine weiterfliegen, nachdem ihr Guide aus dem Korb gefallen und dabei gestorben ist.
In den USA mussten drei Passagiere alleine weiterfliegen, nachdem ihr Guide aus dem Korb gefallen und dabei gestorben ist.Getty Images/iStockphoto (Symbolbild)
Fünf Personen stiegen in den Heißluftballon ein – nur drei wieder aus. Der Guide und ein Gast fielen zu unterschiedlichen Zeitpunkten raus.

Ein Ausflug in einem Heißluftballon endete für vier Passagiere mit einem Schock – und für den Guide tödlich. Der Ballon war vergangenen Donnerstagnachmittag nahe der Kleinstadt Fairlee im US-Bundesstaat Vermont gestartet. Nur kurz nach dem Start fiel der Ballon aber wieder ab und berührte den Boden.

Grund für den Absturz war, gemäß "New York Daily News", zu wenig Treibstoff. Dabei fielen sowohl ein Passagier, wie auch der Guide, Brian Boland, raus. Der Passagier blieb bei der Aktion unverletzt und am Boden. Gemäß der bundesstaatlichen Polizei von Vermont wollte der 72-jährige Boland wieder einsteigen, als er sich im Equipment unterhalb des Korbes verfing.

Der Ballon zog den erfahrenen Guide anschließend auf eine Höhe von über 300 Metern. Dann löste sich der Mann aus noch ungeklärten Gründen und fiel zu Tode in ein nahegelegenes Feld nahe der Ortschaft Bradford, rund 23 Kilometer vom Startort entfernt. Die Behörden konnten vor Ort nur noch den Tod Bolands feststellen.

Pilot hatte 40 Jahre Erfahrung

Die drei verbleibenden Gäste flogen, gemäß der "New York Daily News", anschließend 2,5 Kilometer weiter in Richtung Norden, bis über die Grenze in den benachbarten Bundesstaat New Hampshire, ehe sich der Ballon in Bäumen verfing. Zu diesem Zeitpunkt konnten sie sicher aussteigen. Keine der drei Personen zog sich dabei Verletzungen zu.

Brian Boland betrieb nahe Fairlee, im kleinen Ort Post Mills, den lokalen Flughafen. Gemäss der Zeitung "USA Today", war er Mitbegründer des sogenannten "Experimental Balloon Movements" und hatte über 40 Jahre Erfahrung. In einem Facebook-Post erklärte ein befreundeter Ballonfahrer, dass das Flugfeld in Post Mills ein Treffpunkt der Szene und Boland eine "Legende seiner Zeit" war.

Er sei einer der erfahrensten Aeronauten überhaupt gewesen. Die Balloon Federation of America veröffentlichte, gemäß "New York Daily News", ein Statement, in dem sie Trauer über den Tod des langjährigen Ballonführers ausdrückten. Der Sturz wird nun durch die amerikanischen Behörden untersucht.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account 20 Minuten Time| Akt:
WeltUSA

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen