Für einen spektakulären Coup am 11. März 2019 in Blumau-Neurißhof (Baden) musste ein Rumäne am Donnerstag in Wiener Neustadt auf die Anklagebank. Der 35-Jährige soll mit drei Komplizen, welche alle im Ausland inhaftiert sind, den Bankomat beim Adeg in die Luft gejagt haben - mehr dazu hier.
Die DNA des Angeklagten war zwar auf der Kabelverdrillung und den Zündkabeln sichergestellt worden, nur: Der Beschuldigte war damals noch nicht in der DNA-Datenbank. Erst nach einem anderen Delikt in Holland und der daraus resultierenden, erkennungsdienstlichen Bearbeitung war der 35-Jährige in der Datenbank gelandet und somit Treffer.
Die Staatsanwältin sprach von einer hohen kriminellen Energie. Zum Zeitpunkt der Sprengung waren immerhin 114.490 Euro im Gerät, nur das Quartett hatte ohne Beute abziehen müssen.
Der Angeklagte gab zwar zu, an besagtem Tattag in Österreich gewesen zu sein, aber: "Ich bin nach Österreich gekommen, um Arbeit zu finden. Mit dieser Tat habe ich überhaupt nichts zu tun." Die Richterin vertagte die Verhandlung, die Unschuldsvermutung gilt.