Bankraub mit Corona-Maske: 30 Monate Haft

Der Beschuldigte soll eine Bank in Gurten überfallen haben.
Der Beschuldigte soll eine Bank in Gurten überfallen haben.Daniel Scharinger, fotokerschi.at
Wegen Spielschulden soll ein Deutscher (29) eine Bank in Gurten überfallen haben – 30 Monate Haft.

Kurz vor Schließung der Filiale stürmte der Räuber am 22. Mai gegen 15.40 Uhr in die Raika-Filiale in Gurten (Bez. Ried/I.). Laut Polizei betrat der Beschuldigte, ein 29-jähriger Deutscher, die Bank mit einer Gas-Pistole in der Hand. Er trug eine Perücke und (immerhin vorbildlich) eine Corona-Maske – wir berichteten.

Der Räuber bedrohte eine Angestellte mit der Pistole und forderte Geld. Mit dem Geldpaket in der Hand gelang dem Beschuldigten laut Anklage zunächst die Flucht. Die Freude über den Coup währte aber nur kurz. Denn schon wenige Minuten danach konnte der Gesuchte im Zuge einer Alarmfahndung von einer Streife gestellt werden. 

Augenzeugen gaben an, den Räuber in ein Auto mit deutschem Kennzeichen einsteigen gesehen zu haben. Dies wurde dem Täter dann zum Verhängnis.

Am Mittwoch musste sich der 29-Jährige dann im Rieder Landesgericht verantworten. Der bislang Unbescholtene legte gleich zu Beginn ein Geständnis ab. Auch bei der anwesenden Bankangestellten entschuldigte er sich, meinte, dass ihm alles sehr leid tue.

Als Motiv für die Tat gab er Spielschulden an. Die Richterin verurteilte den in Ried lebenden Deutschen dann zu 30 Monaten unbedingter Haft. Dem Opfer muss der 29-Jährige ein Schmerzensgeld in Höhe von 700 Euro zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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