Beim FC Barcelona nimmt die Suche nach einem neuen Mann für das Sturmzentrum offenbar Fahrt auf. Laut spanischen Medien haben sich die Katalanen mit Lautaro Martínez grundsätzlich über einen Wechsel verständigt. Doch ausgerechnet der schwierigste Teil des Mega-Deals steht noch bevor.
Denn der 28-Jährige ist nicht irgendein Stürmer bei Inter Mailand. Lautaro ist Kapitän, Leistungsträger und eines der Gesichter des italienischen Topklubs. Sein Vertrag läuft noch bis 2029 – und Inter hat bislang keinerlei Interesse signalisiert, seinen Torjäger ziehen zu lassen.
Wie die spanische TV-Sendung "El Chiringuito" und Journalist José Álvarez berichten, sollen Gespräche zwischen Barça und der Spielerseite bereits stattgefunden haben. Sportdirektor Deco bereite nun eine erste Offerte an Inter vor. Die soll allerdings unter 100 Millionen Euro liegen.
Barcelona braucht im Angriff eine neue langfristige Lösung. Wie schwierig die Suche ist, daraus machte Deco zuletzt kein Geheimnis. "Robert zu ersetzen, wird sehr schwierig, weil er für uns eine Schlüsselfigur war", sagte der Sportdirektor über Robert Lewandowski.
Dass Barça auf dem Transfermarkt nachlegen möchte, bestätigte er ebenfalls: "Wir haben interne Lösungen, aber wir werden sicher noch was machen. Es geht darum, die beste Lösung zu finden."
Eigentlich soll Atlético-Star Julián Álvarez ganz oben auf der Wunschliste stehen. Die Madrilenen wollen den argentinischen Weltmeister allerdings nicht abgeben. Deshalb rückt offenbar dessen Nationalteamkollege Lautaro immer stärker in den Fokus.
Sportlich würde der Inter-Kapitän perfekt ins gesuchte Profil passen. In der vergangenen Saison erzielte Lautaro wettbewerbsübergreifend 22 Treffer und zählt seit Jahren zu den besten Stürmern Europas.
Nur: In Mailand gibt es derzeit kaum Anzeichen für einen Abschied. Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet zudem, dass Inter bislang noch kein offizielles Angebot von Barcelona erhalten habe.
Auch Lautaro selbst bekannte sich erst im Mai klar zu seinem Klub. "Das ist mein zweites Zuhause. Ich kann sagen, dass ich wirklich glücklich bin, und ich habe einen langfristigen Vertrag."
Barça muss also noch mehrere Hürden überwinden. Sollte Inter bei seinem Nein bleiben, haben die Katalanen weitere Namen im Blick. Unter anderem werden Viktor Gyökeres und Nicolò Tresoldi als Alternativen gehandelt.