Barcelona will trotz Mega-Schulden groß investieren

Barca-Boss Joan Laporta
Barca-Boss Joan Laportaimago images/Marca
Den FC Barcelona plagen Schulden in Milliardenhöhe. Trotzdem verkündet Barca-Präsident Joan Laporta nun, im großen Stil investieren zu wollen.

Der FC Barcelona durchlebt zurzeit keine einfache Phase. Der Verein läuft sportlich dem Glanz vergangener Tage hinterher, musste den Verlust einiger Leistungsträger (allen voran den von Superstar Lionel Messi) verkraften und schlägt sich dazu mit gigantischen Schulden in der kolportierten Höhe von 1,3 Milliarden Euro herum. Daher überraschen die Töne, die Präsident Joan Laporta nun anschlägt.

"Wir werden schon bald die Auferstehung Barcas erleben, wieder der beste Verein der Welt werden und die beste Mannschaft der Welt haben", kündigte Laporta in der spanischen Zeitung "Sport" an. Mit dem Geld soll unter anderem das legendäre Camp Nou renoviert werden. Allein für den Ausbau auf 110.000 Zuschauerplätze sollen demnach 600 Millionen Euro fällig werden.

Super League nicht tot?

Doch wie wollen die Katalanen das finanzieren? Eine Möglichkeit bleibt laut Laporta die European Super League. "Sie liegt nicht auf Eis, ganz im Gegenteil, sie ist quicklebendig und es finden Gespräche statt", stellt er klar. Eine weitere Option sei der Deal mit der Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners, dem sich Barca, Real und Atletico zuletzt noch verweigert hatten: "Wenn sie das Projekt neu aufsetzen, schauen wir es uns noch einmal an."

Bei dem Deal hätte die spanische Liga zehn Prozent der eigenen TV-Anteile für eine Finanzspritze abgegeben. Ein Geschäft, das Laporta nicht schmeckt: "Zehn Prozent unserer Fernsehrechte für die nächsten 50 Jahre als Garantie abzutreten, das geht nicht", so der BarCa-Boss, der sich nicht für so einen langen Zeitraum an einen Vertragspartner binden lassen wollte.

Der Grund für die desolate Finanzlage beim FC Barcelona verortete die neue Klub-Führung immer wieder bei dem früheren Barca-Boss Josep Maria Bartomeu. Dieser wehrte sich zuletzt aber in einem Interview vehement gegen die Vorwürfe und betonte, dass primär die Corona-Pandemie an der finanziellen Schieflage des Vereins Schuld sei. Er habe den Klub nicht schlecht geführt und auch kein schlechtes Erbe hinterlassen, so der 58-Jährige.

Frage des Geldes

Viel Geld hätte der kriselnde Top-Klub gemäß Bartomeu auch mit dem Verkauf eines ihrer Supertalente einnehmen können. Der Vorgänger von Laporta offenbarte zuletzt in einem Interview, dass den Katalanen im Sommer 2020 ein Angebot in Höhe von über 150 Millionen Euro aus der Premier League für Sturmjuwel Ansu Fati vorlag.

Der 18-jährige Angreifer blieb aber bei Barcelona und ist nun eine der größten sportlichen Hoffnungen des Klubs von ÖFB-Legionär Yusuf Demir. Er verpasste große Teile der letzten Saison wegen einer Knieverletzung, ist mittlerweile aber wieder genesen und feierte sein Comeback mit der legendären Rückennummer 10, die er im Sommer von Superstar Lionel Messi übernahm.

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