Bei der beliebten ZDF-Trödel-Show "Bares für Rares" erlebte die Verkäuferin Carmen Herget aus Lampertheim eine bittere Enttäuschung. Sie brachte die Wiege ihrer verstorbenen Großmutter in die Sendung – ein Erbstück aus der Biedermeier-Zeit.
In die Restaurierung des antiken Möbelstücks hatte Carmen einst stolze 10.000 DM (rund 5.000 Euro) investiert. Doch schon bei der Expertise wurden ihre Erwartungen gedämpft.
Gutachterin Friederike Werner erklärte, dass Biedermeiermöbel auf dem heutigen Markt kaum noch gefragt seien. Wenn überhaupt, dann im Originalzustand. Mehr als 1.000 Euro seien nicht drin.
Trotzdem wagte Carmen den Gang in den Händlerraum – was sich als keine gute Idee erwies. Händler Walter "Waldi" Lehnert und seine Kollegen stellten aufgrund der umfangreichen Restaurierung sogar das genaue Alter des Stücks infrage.
Die Verhandlungen kamen nur schleppend in Gang. Am Ende war es Julian Schmitz-Avila, der gerade mal 500 Euro bot – und dabei blieb. Carmens Versuche, ihn zu mehr zu bewegen, blieben erfolglos.
Schließlich stimmte Carmen dem Verkauf zu. Unterm Strich steht für sie ein Verlust von rund 4.500 Euro. Die beliebte Sendung mit Moderator Horst Lichter läuft bereits seit 2013 erfolgreich im ZDF und zeigt immer wieder: Nicht jeder Gang in den Händlerraum endet mit einem Gewinn.