Horst Lichter staunt über Wert

"Bares für Rares": Händler zahlen 500 € für Rost-Schild

Horst Lichter sah zunächst nur Rost, doch dann sorgte ein Experte für eine faustdicke Überraschung bei der beliebten ZDF-Trödelshow.
Heute Entertainment
19.06.2026, 11:39
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Verkäufer Marcus brachte ein altes Emailleschild zur ZDF-Sendung "Bares für Rares". Moderator Horst Lichter war beim Anblick der blanken Rückseite wenig begeistert – er sah nur ein "verrostetes Schild".

Seine Meinung änderte sich schlagartig beim Betrachten der Vorderseite: "Das Motiv ist sehr schön", musste der 64-Jährige gestehen. Das Schild zeigt eine Werbung für die Schuhcreme Erdal mit dem bekannten roten Frosch-Logo.

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Der Experte Detlev Kümmel datierte das Reklameblech auf die Jahre 1919 bis 1921. Das rote Frosch-Logo gab den entscheidenden Hinweis – in den Jahren zuvor war das Tier nämlich noch grün gewesen. Marcus hatte das über 100 Jahre alte Objekt vor 35 Jahren bei der Übernahme seines Orthopädie-Betriebs entdeckt.

Bietergefecht um den Vorkriegsfrosch

"Diese Schilder sind begehrt – nicht nur bei Sammlern", stellte Kümmel klar. Lichter würde es gerne "in einen tollen Holzrahmen setzen, mit Glas davor". Immerhin habe das Schild "den Krieg überstanden".

Im Händlerraum drückte Jos van Katwijk dem Erdal-Frosch sofort einen Kuss auf. "Und dann kommt der Prinz", lachte Kollegin Liza Kielon. Der Niederländer hoffte eher auf eine Prinzessin – beide Hoffnungen blieben aber unerfüllt.

Walter "Waldi" Lehnertz eröffnete mit seinen obligatorischen 80 Euro. "Wow, ein Vorkriegsfrosch", staunte Elisabeth Nüdling und erhöhte auf 100 Euro. Dann entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Kielon und van Katwijk.

Experte Kümmel ordnete das Emailleschild der Mainzer Firma Werner & Mertz zu, die die Schuhcreme-Marke Erdal bereits 1901 eingeführt hatte.
ZDF

550 Euro für das rostige Reklameblech

Als Kielon bei 500 Euro das Handtuch warf, versuchte Marcus auf Niederländisch noch ein paar Euro mehr herauszuschlagen. 600 Euro waren aber auch van Katwijk zu viel – am Ende einigten sich die beiden auf 550 Euro.

Wirklich zufrieden wirkte Marcus allerdings nicht. Nach der beeindruckenden Expertise hatte er sich wohl mehr erhofft.

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