"Bares für Rares"

TV-Verkäufer lehnt Geld ab – keiner kann es fassen

Marcus aus Duisburg lehnte 550 Euro für sein Schmuckkästchen ab – obwohl das sogar über der Expertise lag.
Heute Entertainment
08.05.2026, 18:03
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Bei "Bares für Rares" staunten selbst die Händler nicht schlecht: Marcus (57) aus Duisburg brachte ein altes Kästchen mit, das in seiner Familie jahrelang ganz unspektakulär als Knopfbox im Nähschrank genutzt wurde. Der Verkäufer war überzeugt, einen kleinen Schatz aus dem Jahr 1774 vor sich zu haben. Schließlich trug das Schmuckkästchen eine Punze mit einem "L wie Ludwig".

Doch Expertin Heide Rezepa-Zabel machte dem Traum vom großen Fund einen Strich durch die Rechnung. Die Stempel seien keine echten Amtspunzen, sondern sogenannte "Pseudopunzen", die damals lediglich für einen antiken Eindruck sorgen sollten. Statt aus dem 18. Jahrhundert stamme das Stück wohl eher aus der Zeit zwischen 1880 und 1910. Besonders bitter: Wäre die Dose tatsächlich echt gewesen, hätte laut der Expertin "noch eine Null drangehangen".

"Ich nehme es wieder mit"

Trotz der ernüchternden Einschätzung bekam Marcus seine Händlerkarte – und dort wurde es erst richtig kurios. Händler Wolfgang Pauritsch erkannte sofort: "Das sind Pseudopunzen!" Gleichzeitig lobte er das Kästchen als "wunderschön gemacht" und eröffnete mit 250 Euro.

Obwohl die Expertise den Wert auf 500 bis 600 Euro taxiert hatte, blieb Marcus hartnäckig und verlangte zunächst 700 Euro. Die Händler gingen schließlich bis 550 Euro – also sogar über die eigene Wunschgrenze der Experten.

Doch Marcus winkte ab. "Ich nehme es wieder mit", erklärte er trocken und verließ den Raum mit seinem Schmuckkästchen unter dem Arm. Zurück blieben verblüffte Gesichter im Händlerraum.

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