Aufregung bei der Kunst-Biennale in Venedig: Der österreichische Pavillon bleibt vorübergehend geschlossen. Grund ist ein Pro-Palästina-Protest, der für Sicherheitsbedenken sorgte.
Wie mehrere Medien berichten, kam es am Gelände der renommierten Biennale zu lautstarken Protestaktionen. Aktivisten forderten ein stärkeres Zeichen gegen den Gaza-Krieg und kritisierten westliche Staaten – darunter auch Österreich – scharf. Infolge der angespannten Situation wurde der Österreich-Pavillon kurzfristig geschlossen.
Besucher standen plötzlich vor verschlossenen Türen, Security-Mitarbeiter sperrten den Bereich ab. Laut ersten Informationen soll es keine Verletzten gegeben haben. Die Biennale-Leitung reagierte dennoch rasch, um mögliche Eskalationen zu verhindern.
Die Kunstschau in Venedig gilt als eines der wichtigsten Kulturereignisse weltweit. Politische Proteste rund um den Nahost-Konflikt sorgen dort seit Wochen für Diskussionen. Besonders israelische und westliche Beiträge stehen im Fokus von Aktivisten. Wann der Österreich-Pavillon wieder regulär geöffnet wird, ist derzeit noch unklar.
Holzingers Arbeit gilt längst als einer der Höhepunkte der diesjährigen Biennale. Internationale Fachmedien und Social-Media-Stimmen überschlagen sich mit Lob. Selbst der berühmte New Yorker Kunstkritiker Jerry Saltz veröffentlichte Fotos des österreichischen Beitrags.
Der Direktor der Neuen Nationalgalerie Berlin, Klaus Biesenbach, erklärte Holzinger auf Instagram sogar symbolisch zur Gewinnerin des "Goldenen Löwen". Offiziell vergeben wird der Preis heuer allerdings vorerst nicht: Die Biennale-Jury trat aus politischen Gründen zurück.
Ursprünglich wollte man Israel und Russland nicht im Wettbewerb berücksichtigen, wenig später zog sich die Jury vollständig zurück. Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco kündigte daraufhin an, die Löwen-Auszeichnungen sollen erst im November durch eine Publikumswertung vergeben werden. Für Österreich könnte das zum großen Triumph werden.