Der weltgrößte Chemiekonzern BASF bereitet offenbar eine spektakuläre Übernahme vor.
Das Unternehmen aus Ludwigshafen will seinen Rivalen Evonik schlucken, um seinen globalen Fußabdruck zu vergrößern und im schwierigen Branchenumfeld besser bestehen zu können.
BASF führt bereits seit Anfang des Jahres Gespräche mit Banken über eine mögliche Übernahme. Der DAX-Konzern bringt einen Börsenwert von 47 Milliarden Euro auf die Waage, während Evonik inklusive Schulden auf etwa zwölf Milliarden Euro kommt.
Das berichtet n-tv unter Berufung auf die Financial Times. Evonik bestätigte mittlerweile, dass eine unverbindliche Ansprache durch BASF eingegangen sei.
Diese ziele auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle Aktien. Gespräche fänden derzeit jedoch noch nicht statt.
Ankeraktionär von Evonik ist die Essener RAG-Stiftung, die rund 43 Prozent der Anteile hält. Die Stiftung will ihre Abhängigkeit von der Chemieindustrie aber verringern. Ein Käufer müsste wohl auf eine erhebliche Übernahmeprämie gefasst sein.
Die Übernahmespekulationen brachten die Evonik-Aktie am Mittag ordentlich in Schwung. Mit elf Prozent Plus auf knapp über 20 Euro kletterte sie auf das höchste Niveau seit Mai 2025. Die BASF-Aktie korrigierte hingegen um mehr als drei Prozent.