"Mädchen in Kabinen schützen"

Basketball-Beauty wegen Transgender-Sager angefeindet

Die Diskussion um Transgender-Athletinnen im US-Sport sorgt weiterhin für großes Aufsehen.
Sport Heute
11.08.2026, 07:59
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Die Diskussion um Transgender-Athletinnen im US-Frauensport sorgt weiter für Wirbel. Nachdem WNBA-Spielerin Sophie Cunningham mit kritischen Aussagen für Schlagzeilen gesorgt hatte, meldete sich nun auch die Spielerinnengewerkschaft WNBPA zu Wort.

Sophie Cunningham hatte sich dafür ausgesprochen, Transgender-Frauen vom Frauensport auszuschließen. Man müsse "junge Mädchen in den Kabinen" schützen und verhindern, dass sie "gegen biologische Männer" antreten müssten, erklärte die 29-Jährige. Einen Tag später bezeichnete sie ihre Haltung als "gesunden Menschenverstand".

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Die Aussagen lösten heftige Reaktionen aus. Bei Auswärtsspielen der Indiana Fever in Minnesota und Portland wurde Cunningham von Teilen des Publikums ausgebuht. Gleichzeitig erhielt sie Unterstützung aus konservativen politischen Kreisen, unter anderem von US-Vizepräsident JD Vance.

In den sozialen Medien entwickelte sich daraufhin eine hitzige Debatte, bei der es auch zu beleidigenden und hasserfüllten Kommentaren kam. Die WNBPA reagierte mit einem öffentlichen Statement: "Hass, Missbrauch und Dämonisierung von Personen oder Personengruppen, einschließlich Transgender-Personen, schüren nur Angst, Spaltung und Schaden."

Die Gewerkschaft betonte, auch schwierige Diskussionen führen zu wollen. Gleichzeitig stellte sie klar: "Wir lassen uns nicht als politische Schachfiguren missbrauchen." Zudem bekannte sich die WNBPA zu "Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Vielfalt und Inklusion".

Cunninghams Klub Indiana Fever äußerte sich nicht direkt zu den Aussagen der Spielerin. Stattdessen erklärte der Verein, den Frauensport schützen und gleichzeitig Veränderungen vorantreiben zu wollen.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Debatte durch die ehemaligen NBA-Spieler Enes Kanter Freedom und Royce White. Beide erklärten provokativ, sich für den WNBA-Draft anmelden zu wollen, da sie sich zeitweise als Frauen fühlten. Ein tatsächlicher Wechsel in die WNBA ist dabei offenbar nicht beabsichtigt.

Im Zentrum der Diskussion steht auch der WNBA-Tarifvertrag. Darin ist festgehalten, dass ausschließlich Frauen in der Liga spielen dürfen. Welche Kriterien dafür konkret gelten, wird an dieser Stelle jedoch nicht näher definiert.

Innerhalb der Liga gibt es unterschiedliche Positionen. Während Cunningham bereits zuvor ihre ablehnende Haltung zur Teilnahme von Transgender-Frauen geäußert hatte, erklärte Gabby Williams von den Golden State Valkyries, dass sie kein Problem mit einer Transgender-Frau als Mitspielerin oder Gegnerin hätte.

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