Ist Siebenbrüder ein Regentag

Bauernregel verrät, wie die nächsten 7 Wochen werden

Am 10. Juli entscheidet laut einer alten Bauernregel das Wetter über die nächsten sieben Wochen. Doch wie viel Wahrheit steckt tatsächlich dahinter?
André Wilding
08.07.2026, 11:30
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Kann ein einziger Tag verraten, wie der Rest des Sommers ausfällt? Genau das besagt eine jahrhundertealte Bauernregel rund um den sogenannten Siebenbrüdertag am 10. Juli. Seit Generationen gilt dieser Tag als wichtiger Wetteranzeiger.

Bekannter ist zwar der Siebenschläfertag Ende Juni, doch auch der Siebenbrüdertag spielt im bäuerlichen Kalender eine bedeutende Rolle. Mehrere überlieferte Wetterregeln kommen dabei zum gleichen Schluss: Das Wetter am 10. Juli soll die kommenden sieben Wochen prägen.

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"Wenn sich die sieben Brüder sonnen..."

Besonders bekannt ist der Spruch: "Ist Siebenbrüder ein Regentag, so regnet’s noch sieben Wochen danach." Daneben gibt es weitere Varianten wie "Wenn sich die sieben Brüder sonnen, kommt sieben Wochen Wonnen" oder "Wie’s Wetter am Siebenbrüdertag, es sieben Wochen bleiben mag".

Der Name des Lostages geht auf einen christlichen Gedenktag zurück. Am 10. Juli erinnert die katholische Kirche an die Märtyrerin Felicitas und ihre sieben Söhne. Der Überlieferung nach wurden sie im 2. Jahrhundert im Zuge der Christenverfolgung hingerichtet, weil Felicitas ihrem Glauben nicht abschwören wollte. Daraus entwickelte sich im deutschen Sprachraum der Siebenbrüdertag, der später auch für Bauern als wichtiger Orientierungspunkt beim Wetter galt.

Langjährige Beobachtungen

Meteorologen sehen solche Bauernregeln allerdings kritisch. Das Wetter eines einzelnen Tages könne die kommenden sieben Wochen nicht zuverlässig vorhersagen. Die Regeln beruhen vielmehr auf langjährigen Beobachtungen aus bestimmten Regionen und sind keine wissenschaftlich gesicherte Prognose.

Und wie sieht das Wetter heuer am Siebenbrüdertag aus? Laut GeoSphere Austria bleibt Österreich am Freitag unter dem Einfluss einer nordwestlichen Höhenströmung. Es ziehen zwar einige Wolken durch, meist bleiben diese aber harmlos.

Die Prognose im Detail

Am Donnerstag, 9. Juli, stellt sich abseits der Voralpen ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein. Im Bergland halten sich einige Wolken, von der Eisenwurzen ziehen tagsüber einzelne Schauer Richtung Alpenostrand. Der Nordwestwind lässt nach, weht aber noch zeitweise lebhaft und mit 24 bis 28 Grad entsprechen die Temperaturen der Jahreszeit.

Der Freitag, 10. Juli, startet gebietsweise mit Restwolken, es bleibt aber von der Früh weg trocken und tagsüber kommt häufig die Sonne zum Vorschein. Ein paar durchziehende Wolkenfelder oder Quellwolken bleiben harmlos. Bei mäßigem Wind aus nördlichen Richtungen steigen die Temperaturen auf 27 bis 32 Grad.

Am Samstag, 11. Juli, scheint oft von früh bis spät die Sonne, über dem Hügelland sowie den Voralpen bilden sich tagsüber Quellwolken. Die Schauer- oder Gewitterneigung ist aber sehr gering. Der Wind weht schwach bis mäßig, am Alpenostrand auch lebhaft aus nördlichen Richtungen und mit 28 bis 33 Grad wird es hochsommerlich warm.

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