Frankreich fiebert hoch: Eine neue Hitzekuppel hat das Land vom Süden her erfasst und treibt die Temperaturen neuerlich in Richtung der 40 Grad. Langsam wird die heiße Luft nach Norden geschoben, am Freitag werden in Paris ebenfalls 40 bis 42 Grad erwartet!
Die dritte Hitzewelle innerhalb von zwei Monaten trifft auf völlig staubtrockene Böden – Menschen, Tiere und Pflanzen leiden. "Die Dürre wird massiv! Unsere Böden sind vollständig ausgetrocknet. In den ersten 30 Zentimetern gibt es in ganz Frankreich kein Wasser mehr", schreibt der Agrar-Meteorologe Serge Zaka auf X. Bedrückender Nachsatz: "Diese dritte Hitzewelle wird extrem wehtun."
Diese Zustände sollen laut dem Kanal "La Chaîne Météo" mindestens bis Mitte Juli anhalten. Abkühlung oder gar Regen sind nicht in Sicht. Und es kommt noch schlimmer – auch für uns in Österreich.
"Die neuen Monatsvorhersagen des ECMWF sehen ziemlich katastrophal aus, auch für den August", kommentiert Wetter-Experte Jörg Kachelmann die aktuellen Berechnungen. Der Juli würde demnach in ganz West- und Mitteleuropa extrem heiß.
Selbst in Österreich, wo es aktuell wieder angenehme Sommertemperaturen hat, sind noch Abweichungen von 2 bis 4 Grad über dem langjährigen Klimamittel möglich. Auch der August dürfte demnach deutlich heißer werden als normal – vor allem im Norden und (Süd-)Osten unserer Alpenrepublik.
Beim Niederschlag wird weiten Teilen des Kontinents für Juli fast ein Totalausfall prognostiziert. Das Regendefizit ist von der Atlantikküste bis nach Kyjiw in der Ukraine fast flächendeckend. Ausnahmen gibt es nur wenige: Italien, Griechenland und die Ostseite des Schwarzen Meeres. Im August ein ähnliches Bild, mit etwas Linderung auf der Iberischen Halbinsel und im Mittelmeerraum.
Auch wenn die Unsicherheiten bezüglich dieser Prognosen noch groß sind, sind sie wahrlich keine Freude: "Wie schon im Juni geschrieben [...], scheint es kaum Hoffnung zu geben – es wird ein Scheißsommer für weite Teile Mitteleuropas", fasst es Kachelmann zusammen.
Es dürfte uns in Zukunft noch öfter erwarten: "Leider ein typisches, zunehmendes Szenario", heißt es seitens Kachelmannwetter mit Blick auf die menschenverursachte Erderwärmung.