Bauherr versprach Häuser und lieferte nur leere Worte

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Ein Bauunternehmer soll Familien Traumhäuser versprochen haben. Doch außer Versprechungen blieb nichts übrig, 197.000 Euro sind futsch.

Wegen Betruges musste ein 51-Jähriger in Wr. Neustadt zum bereits zweiten Mal auf die Anklagebank. Der mehrfach vorbestrafte Kärntner hatte in Ungarn eine Baufirma gegründet und bot in der Folge günstige Fertigteilhäuser an.

Firma in Ungarn

Familie L. gab dem Bauherrn 61.000 € und bekam dafür aber nur hohle Phrasen. Der Vater wandte sich an ATV, schließlich war klar: Drei Familien hatten dem Kärntner insgesamt knapp 197.000 Euro (Familie L. aus dem Bezirk Gänserndorf 61.000 Euro, Fam. S. aus dem Bezirk Mödling 55.000 Euro und Frau G. aus dem Waldviertel über 80.000 Euro) gegeben und dafür gar nichts bekommen.

Bereits am ersten Prozesstag ("Heute" berichtete) im Jänner hatte Anwältin Astrid Wagner gemeint: "Er ist ein ganz schlechter, tollpatschiger Geschäftsmann, aber kein schlechter Mensch. Er hat zum Beispiel sechs Streunerhunde vor dem sicheren Tod gerettet." Die Advokatin legte nach dem ersten Prozesstag jedoch die Vollmacht nieder, der Bauherr bekam eine andere Verteidigung.

2,5 Jahre Haft

Mit den geforderten Geschäfts- und Bauunterlagen ging der Prozess am Dienstag in Wr. Neustadt weiter. Von den knapp 200.000 Euro Schadensumme blieben vor Gericht letztlich nur knapp 65.000 Euro übrig. Der Bauherr wurde schließlich zu 2,5 Jahren Haft wegen schweren Betruges verurteilt (nicht rechtskräftig).

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