Österreichs Fußball-Star David Alaba steht vor dem Wechsel zu Real Madrid. Die spanische Zeitung "Marca" verkündete den Wechsel im Jänner als fix. Der Österreicher habe bei den Königlichen unterschrieben und werde dem abwanderungswilligen Sergio Ramos als Abwehrchef nachfolgen.
Alabas Vertrag in München läuft mit Saisonende aus. Seit Jänner darf er mit anderen Klubs verhandeln. Die Bayern hatten die Verhandlungen über einen möglichen neuen Vertrag im Herbst als gescheitert erklärt.
Zwar ließ das Alaba-Lager zuletzt verlauten, dass seine Zukunft entgegen des genannten Berichts noch nicht gänzlich geklärt sei, soll es unter anderem mit Manchester City weitere Interessenten geben, alles deutet aber auf einen Wechsel in die spanische Hauptstadt hin. Das sieht auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge offensichtlich ähnlich. Er gab derselben Zeitung, die mit der Transfermeldung für Aufsehen gesorgt hat, nun ein Interview und gab dabei zu: "Ich weiß nicht, ob es schon eine Einigung gibt, aber Real ist ein großartiger Verein und ich kann verstehen, warum das für David interessant ist."
Der 65-Jährige wurde wehmütig: "Wir sprechen hier von einem Spieler, der für unseren Verein seit mehr als zwölf Jahren von großem Wert ist. Ich habe schon ein paar Tränen vergossen, als ich mich letzten Sommer von Thiago verabschieden musste und ich schließe nicht aus, dass auch passiert, wenn der Tag gekommen ist, an dem David geht."
Das hörte sich von Seiten der Bayern-Granden in den vergangenen Monaten oft anders an. Die Verhandlungen, die sich über Monate zogen, verkamen in der Spätphase zu einer Schlammschlacht. Tiefpunkt: Ex-Boss Uli Hoeneß bezeichnete Alabas Agenten Pini Zahavi als einen "geldgierigen Piranha". Die Alaba-Seite rund um Zahavi und Co-Berater George Alaba, Davids Vater, widersprachen der Darstellung des Klubs, es spieße sich lediglich an den utopischen Gehaltsforderungen. Der 28-Jährige soll 20 Millionen Euro Jahresgehalt gefordert haben.
Rummenigge sagte über den gescheiterten Poker nun lediglich: "Wir haben viel Geld auf den Tisch gelegt. Dieser Betrag hat ihn offenbar nicht überzeugt, das müssen wir akzeptieren." Es werden also versöhnlichere Töne angestimmt. An der Tatsache, dass die Bayern ihren Publikumsliebling und Abwehrchef ablösefrei abgeben werden müssen, ändert das nichts.