Fussball

Bayern-Coach entschuldigte sich vor der Meister-Party

Julian Nagelsmann ist nie um einen flotten Spruch verlegen. Für eine Aussage musste sich der Bayern-Coach vor dem "Meisterstück" nun entschuldigen. 
Heute Redaktion
23.04.2022, 21:00

Mit einem 3:1-Erfolg über Borussia Dortmund, den schärfsten Rivalen, haben die Münchner am Samstagabend bereits in der 31. Runde ihren 32. Meistertitel der Vereinsgeschichte, den zehnten Titel in Serie, fixiert. 

"Sind nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr"

Allerdings kam vor dem Spiel keine Freude auf. Denn das überraschende Champions-League-Aus gegen den spanischen Mittelständler Villarreal drückte aufs Gemüt. Nagelsmann bezeichnete eine Saison, in der bloß die Meisterschaft eingefahren wurde, als "nicht ausreichend". Und fand vor dem entscheidenden Duell mit dem BVB einen vieldiskutierten Vergleich. "Es ist unser Beruf, wir sind nicht ehrenamtlich unterwegs. Wir sind nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr Südgiesing, sondern beim FC Bayern München. Und da geht´s drum, dass man in jedem Spiel versucht, eine ordentliche Leistung abzuliefern." 

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Der Spruch kam bei der angesprochenen Freiwilligen Feuerwehr alles andere als gut an. So meinte Johann Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbands Bayern: "Wir sind bestürzt über die Äußerung, weil die das Engagement unserer Retter diskreditiert."

Nagelsmann entschuldigt sich

Noch vor dem Duell gegen die Schwarz-Gelben ruderte der 34-Jährige nun bei "Sky" zurück und bat um Entschuldigung. Auch wenn sich Nagelsmann missverstanden fühlte. "Ich habe es nicht ganz verstanden, weil ich nicht die Arbeit der Feuerwehr diskreditieren wollte. Mir ging es allein um das Wort ,freiwillig´. Dass es bei uns keine freiwillige Entscheidung ist. Aber ich bin der Letzte, der irgendein Ehrenamt diskreditiert. Ich entschuldige mich bei allen, die das in den falschen Hals gekriegt haben", so der Bayern-Coach. 

So konnte nach dem Schlusspfiff dann auch ausgelassen mit der einen oder anderen Bierdusche gefeiert werden. Und dem kam niemand aus, egal, ob freiwillig oder nicht...