Schon im Februar wurde bekannt, dass Coach Thomas Tuchel Deutschlands Serienmeister im Juni verlassen muss. Der eigentlich bis 2025 laufende Vertrag mit dem Star-Trainer wird ein Jahr vor dessen Ablauf bereits gelöst. Tuchel wurden drei Niederlagen am Stück, darunter die 0:3-Abfuhr beim Tabellenführer Bayer Leverkusen, sowie zwischenmenschliche Verstimmungen mit einigen Spielern zum Verhängnis.
Spätestens seit der Präsentation des neuen Sportvorstands Max Eberl Anfang März läuft die Suche nach einem Tuchel-Nachfolger auf Hochtouren. Einer, der als aussichtsreicher Kandidat galt, hat sich nun aber scheinbar selbst aus dem Rennen genommen: Sebastian Hoeneß. Der Neffe von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß verlängerte seinen ursprünglich noch bis 2025 laufenden Kontrakt bei seinem aktuellen Klub Stuttgart vorzeitig bis 2027.
"Für mich ist der VfB ein besonderer Klub. Schon als kleiner Junge bin ich hier im Stadion gesessen und habe mit dem VfB mitgefiebert. Drei Jahre lang habe ich zudem als Jugendspieler das Wappen auf der Brust getragen und bin mit der U17 deutscher Meister geworden. Der VfB bedeutet für mich Emotion – etwas sehr Besonderes", hielt der 41-jährige Trainer fest.
Man darf zwar davon ausgehen, dass der neue Kontrakt Ausstiegsmodalitäten für den begehrten Trainer beinhaltet – ein Abgang im kommenden Sommer scheint jedoch nun vom Tisch zu sein.
Als Topkandidat bei den Bayern gilt hingegen weiterhin Leverkusen-Erfolgstrainer Xabi Alonso. Auch eine Rückkehr von Hansi Flick wird immer wieder ins Spiel gebracht. Weitere Kandidaten: Zinedine Zidane, Antonio Conte, Jose Mourinho.