Vor dem Gastspiel der Bayern in Mainz wurde eine Trauerminute für die Opfer des Terrorangriffs der Hamas auf Israel abgehalten. Das rührte vor allem den israelischen Bayern-Torhüter Daniel Peretz besonders. Der 23-Jährige verfolgte die Schweigeminute von der Ersatzbank aus, die Kameras der TV-Liveübertragung waren auf den israelischen Fußballer gerichtet. Und der hatte Tränen in den Augen.
"Solidarität mit allen Betroffenen des Islamismus und Antisemitismus", stand auf einem Banner der Mainzer Fans, das während der Schweigeminute gezeigt wurde.
Peretz und die Münchner standen in den letzten Tagen unfreiwillig im Mittelpunkt, denn der Bayern-Abwehrspieler Noussair Mazraoui hatte mit einem pro-palästinensischen Social-Media-Posting viel Staub aufgewirbelt, wurde von den Münchner Bossen dann zum Rapport gebeten. Der marokkanische Teamspieler durfte allerdings bei den Bayern bleiben, wurde nicht suspendiert. Der Mainzer Anwar El Ghazi wurde nach einem ähnlichen Fall aus dem Kader gestrichen.
"Er ist ein junger Kerl, er bangt da jeden Tag, jede Nacht um seine Familienangehörigen. Das können wir nicht nachvollziehen. Aber es steht ihm tatsächlich ins Gesicht geschrieben", zeigte sich auch Bayern-Trainer Thomas Tuchel emotional.