Der marokkanische Teamspieler hatte mit einem Pro-Palästina-Posting im Gaza-Krieg viel Staub aufgewirbelt, musste deshalb am Mittwochabend nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft zum Rapport bei den Bayern-Bossen. Am Freitag gaben die Münchner dann die Entscheidung bekannt: "Noussair Mazraoui wird im Kader des FC Bayern bleiben", teilte der Klub mit. Es gibt also keine Suspendierung für den 25-Jährigen.
Eine heikle Situation, schließlich befindet sich mit dem erst im Sommer verpflichteten Torhüter Daniel Peretz ein israelischer Fußballer im Kader des deutschen Serienmeisters. Durch Ex-Präsident Kurt Landauer blicken die Münchner darüber hinaus auf eine jüdische Vergangenheit zurück.
Mazraoui wird aktuell von der Mannschaft getrennt. Den Bayern kommt wohl entgegen, dass der Außenverteidiger mit muskulären Problemen von der Nationalmannschaft zurückgekehrt ist, das Länderspiel Marokkos gegen Liberia am 17. Oktober (3:0) verpasste.
Der 25-Jährige wurde jedenfalls nicht in den Kader für das Auswärtsspiel der Bayern gegen Mainz (Samstag, 18.30 Uhr) aufgenommen, machte auch die Reise zum Auswärtsspiel nicht mit. Stattdessen trainierte Mazraoui laut "Bild" am Samstagvormittag alleine an der Säbener Straße, absolvierte eine Laufeinheit. Schon am Freitag drehte der Marokkaner gemeinsam mit dem Athletik-Betreuer Stephan Kerth einige Laufrunden auf dem Bayern-Gelände und trainierte nicht mit der Mannschaft.
Ebenso blieben Dayot Upamecano und Raphael Guerreiro, die beide an einem Muskelfaserriss laborieren, in München, trainierten aber gemeinsam mit dem Reha-Betreuer Simon Martinello. Unabhängig von Mazraoui.