Unruhe beim FC Bayern! Hansi Flick könnte vor dem Aus als Trainer stehen. Nicht einmal ein Jahr nach dem Triple-Triumph mit den Münchnern sorgten Abschieds-Gerüchte in Deutschland für großes Aufsehen.
Dazu wurde vergangene Woche bekannt, dass Joachim Löw nach der EURO im Sommer als deutscher Bundestrainer zurücktreten wird. Für Flick, Löws ehemaliger Co-Trainer und Weltmeister 2014, sicherlich eine reizvolle Aufgabe. Er wird als aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge gehandelt.
Bayern-Boss Rummenigge spricht in einem Interview nun ein Machtwort. Er werde Hansi Flick nicht an den DFB ziehen lassen. "Wir wären ja verrückt, wenn wir jetzt unseren Trainer vorzeitig gehen lassen würden", wird Rummenigge am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur deutlich.
Er habe sich mit DFB-Boss Fritz Keller getroffen. "Ich finde den Entschluss des DFB seriös und korrekt, keinen Trainer zu kontaktieren, der vertraglich über den 30. Juni 2021 hinaus gebunden ist", sagte Rummenigge. "Er hat mir die Haltung des DFB noch einmal bestätigt, die ich sehr anständig finde."
Flick hat bei den Bayern einen Vertrag bis 2023. "Jede Vereinbarung beinhaltet sowohl Rechte als auch Pflichten", stellt Rummenigge klar.
Am Montag hatte die "Bild" berichtet, dass Flick unabhängig vom DFB-Job vor dem Aus stehen könnte. Sein Verhältnis zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic sei stärker gestört als bisher bekannt. Flick fühle sich bei Transfer-Entscheidungen nicht eingebunden. Auf seinen Wunsch kam nur Tiago Dantas, Leihspieler von Benfica Lissabon. Die "Salihamidzic-Spieler" Bouna Sarr oder Marc Roca kommen im Gegenzug unter ihm kaum zum Zug.
Flick habe zudem erfahren, dass sich Salihamidzic nach Julian Nagelsmann als seinen Nachfolger erkundigt hat. Der Leipzig-Coach wäre einem Wechsel von RB in seine bayerische Heimat nicht abgeneigt.