Bayern verhängt Katastrophenfall und Ausgangssperre

Markus Söder
Markus SöderFabrizio Bensch / dpa / picturedesk.com
Bayern hat schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschlossen. Dieser 10-Punkte-Plan soll zu einem Rückgang der Zahlen führen.

Wegen der anhaltend hohen Coronavirus-Zahlen ruft das deutsche Bundesland Bayern ab dem 9. Dezember erneut den Katastrophenfall aus. Bayern will seine Corona-Beschränkungen vom kommenden Mittwoch an bis zum 5. Januar verschärfen. Dazu zählen Ausgangsbeschränkungen, nach denen Wohnungen nur aus triftigem Grund verlassen werden dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder nach einer Sondersitzung seines Kabinetts in München sagte. Am Dienstag soll der Landtag noch darüber abstimmen. 

Lockerungen bei Zusammenkünften gelten nur für Weihnachten, aber nicht für Silvester. In Hotspots mit ab 200 Inzidenzfällen gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Der Landtag solle am Dienstag darüber beraten.

10-Punkte-Plan

Vor den Medien präsentierte Söder einen 10-Punkte-Plan:

➤ Katastrophenfall für ganz Bayern.

➤ Allgemeine Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern. Die Wohnung darf nur aus triftigem Grund verlassen werden.

➤ Bei Hotspots gilt ab 21 Uhr eine Ausgangssperre.

➤ Es dürfen sich nur noch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Ausnahme: die Weihnachtstage vom 23. bis 26. Dezember.

➤ Kein Alkoholkonsum im Freien.

➤ Wer zuhause arbeiten kann, soll dies tun.

➤ Mitarbeiter von Alters- und Pflegeheimen müssen zweimal pro Woche zum Test.

➤ Die Geschäfte bleiben geöffnet, pro 20 Quadratmeter darf nur ein Kunde rein.

➤ Ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner müssen Schüler ab der 8. Klasse in den Distanzunterricht.

➤ Kleiner Grenzverkehr wird ausgesetzt. Familien dürfen reisen, alle anderen brauchen einen negativen Test oder müssen in Quarantäne.

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