Dass der Beamtenjob trotz aller Vorzüge oft fadisierend und trocken sein kann, ist kein Geheimnis. Etwas mehr Pepp in seinen Alltag wollte deswegen ein Landesbediensteter aus Trier (Rheinland-Pfalz, Deutschland) bringen. Statt am Arbeitsplatz verbrachte er immer mehr Zeit im Fahrschulauto.
Das Verwaltungsgericht hat ihn nun aus dem Dienst entfernt. Er habe die Nebentätigkeit fast drei Jahre lang zu einem beträchtlichen Teil auch im Krankenstand ausgeführt, argumentiert das Gericht laut "Spiegel Online".
Grundsätzlich hatte er sogar eine Genehmigung, maximal acht Stunden in der Woche nebenbei als Fahrlehrer zu arbeiten. Mit der Zeit wurden dann aber Ungereimtheiten offensichtlich. Bei den Buchungen im Zeiterfassungssystem gab es Unregelmäßigkeiten.
So entstand der Eindruck, dass er seine Arbeitszeiten mit falschen Buchungen komplett manipuliert haben soll. Im Zuge des folgenden Disziplinarverfahrens konnte festgestellt werden, dass der Beamte diese Fahrstunden teilweise während vorgetäuschter Dienstzeiten und sogar während krankheitsbedingter Fehlzeiten leistete.
Im Wesentlichen gestand er die im Rahmen der Disziplinarklage erhobenen Vorwürfe. Die Richter entfernten ihn deswegen aus dem Dienst. Er hätte "wiederholt und nachhaltig" gegen seine Pflichten verstoßen und "ein besonders schwerwiegendes Dienstvergehen" begangen.