Bedingte Strafe für SP-Frau nach Urkundenfälschung

Jürgen Wahl  vor dem Bezirksgericht Amstetten
Jürgen Wahl vor dem Bezirksgericht AmstettenBild: Trimmel
Es war der Aufreger im Amstettener Gemeinderatswahlkampf: Revoluzzer Jürgen Wahl bekam 155 Unterstützungserklärungen, davon waren elf gefälscht.

Mit seiner Facebookseite "Muss das sein liebes Amstetten" und als Parkengel ("Heute" berichtete) hatte Jürgen Wahl in Amstetten für Furore und Ärger bei den Behörden gesorgt. Schließlich wollte Wahl mit einer eigenen Liste in den Amstettener Gemeinderat einziehen.

Dazu brauchte er über 80 Unterstützungsunterschriften, Wahl schaffte sogar über 150 Unterstützungserklärungs-Signaturen. Doch dann die kalte Dusche: Zwölf Unterschriften sollen gefälscht gewesen sein - von einer ehemaligen SP-Betriebsrätin - mehr dazu hier.

Nach zweitem Achterl

Gegen Jürgen Wahl und die pensionierte Betriebsrätin wurde ermittelt, Gift für den Wahlkampf von Jürgen Wahl. Jürgen Wahls Liste verpasste am 26. Jänner den Einzug in den Gemeinderat, Anfang Februar wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. "Typisch", so sein knapper Kommentar.

Die Pensionistin musste indes wegen Urkundenfälschung am Donnerstag vor das Bezirksgericht Amstetten.

Die Rentnerin zeigte sich geständig: "Ich hab's nur gut gemeint. Und ja, ich habe mich nach dem zweiten Achterl zu dieser Dummheit selbst hinreissen lassen." Die Angeklagte, die wegen eines ähnlichen Falles schon mal angeklagt war, wurde zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt (nicht rechtskräftig).

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