Aufgrund der aktuellen Umstände können sich in diesem Jahr nicht Tausende Menschen versammeln, um der Befreiung des Konzentrationslagers zu gedenken. Man weicht auf das Internet aus.
Am 5. Mai 1945 befreite die US-Armee das Konzentrationslager Mauthausen in Oberösterreich. Seit 1946 finden Gedenk- und Befreiungsfeiern in der KZ-Gedenkstätte und ehemaligen Außenlagern statt. In diesem Jahr ist das aufgrund der Corona-Pandemie nicht in der gewohnten Form möglich.
Wie das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) auf seiner Website schreibt, soll es am 10. Mai von 11 bis 12 Uhr – 75 Jahre nach der Befreiung – eine virtuelle Befreiungsfeier mit Zeitzeugen-Statements, Videobeiträgen und Musik geben.
Gedenkwochen
Nach der Begrüßung sind Videostatements zum thematischen Schwerpunkt "Menschlichkeit ohne Grenzen" von Überlebenden und Vertretern aus verschiedener Ländern, Berichte zur Befreiung und der Arbeit für ein "Niemals wieder" angedacht.
Die virtuelle Befreiungsfeier wird von ebenfalls virtuellen Gedenkwochen umrahmt. Sie finden vom 26. April bis 20. Mai statt. "In dieser Zeit werden Kurzvideos von KZ-Überlebenden und Zeitzeugen, mit Berichten von den Befreiern, Statements von Opferorganisationen, BotschafterInnen, lokalen Gedenk-Initiativen usw. gezeigt", heißt es seitens des MKÖ.
Im vergangenen Jahr, als die Veransteltung noch offline stattfand, hatten sich 9.000 Menschen an der Gedenkstätte eingefunden, darunter viele internationale Gäste.
Die Bilder des Tages