Bei Ferguson-Protesten kam es zu Schieß-Orgie

Vor einem Jahr wurde in Ferguson (Missouri) der Schwarze Michael Brown von der Polizei erschossen. Seitdem kommt es in der US-Stadt immer wieder zu gewaltsamen Protesten. Zum Jahrestag des Zwischenfalls wurde von hunderten Menschen eine viereinhalbminütige Schweigepause eingelegt. Später in der Nacht kam es zu wieder zu Gewalt - die Polizei reagierte laut Medienberichten mit einer wahren Schieß-Orgie.

Um 12 Uhr Ortszeit wurde still für viereinhalb Minuten an das Todesopfer Brown gedacht. Die Zeitspanne sollte die viereinhalb Stunden symbolisieren, die Brown damals auf der Straße lag, nachdem er von einem Polizeibeamten niedergeschossen wurde. Der verantwortliche Polizist Darren Wilson wurde nicht angeklagt, obwohl der Jugendliche bei dem Zwischenfall unbewaffnet war.

Seitdem protestiert die großteils schwarze Bevölkerung von Ferguson gegen den vor allem aus Weißen bestehenden Polizei-Stab. Zwei Dutzend Fälle von tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze soll es seit Browns Tod in den USA gegeben haben. Der jüngste Fall geschah am Samstag, ein 19-jähriger Student wurde in Arlington (Texas) erschossen.

Bewaffneter von Polizei angeschossen

Aufgrund der aufgeheizten Stimmung mischten sich beim Jahrestag am Abend auch gewaltbereite Demonstranten unter die Menschenmenge in Ferguson. Sie blockierten Straßen und demolierten Geschäfte. Die Polizei rückte mit Kampfmontur und gepanzerten Fahrzeugen an. Ein Mann soll das Feuer auf die Polizei eröffnet haben, er wurde von vier Beamten angeschossen und schwer verletzt.

Dabei sollen von der Polizei so viele Schüsse abgegeben worden sein, dass die Beamten bis zu einer Untersuchung beurlaubt wurden. Zu einer zweiten Schießerei hieß es nur, dass "zwei Gruppen" aufeinander geschossen hatten, auch hier soll es Verletzte gegeben haben.

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